Der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) hält
die „Aktion gegen belästigende Telefonwerbung“, zu der die deutschen
Verbraucherzentralen im Frühjahr mit einer Online-Umfrage aufgerufen
hatten, für kontraproduktiv. Diese Aktion war gestartet worden, „um
eindrucksvoll zu dokumentieren, dass das Gesetz zur Bekämpfung
unerlaubter Telefonwerbung unerwünschte Anrufe nicht verhindert“, wie
es in der entsprechenden Pressemitteilung heißt. Das Gesetz war am 4.
August 2009 in Kraft getreten. Zuständige Behörde ist die
Bundesnetzagentur, die Beschwerden entgegennimmt, auswertet und Fälle
von illegaler Telefonie (z. B. sogenannte cold calls, also Anrufe
ohne vorherige Einwilligung des Angerufenen) rechtlich verfolgt.
Nach Auffassung des DDV ignoriert bereits der Titel der Umfrage
„Aktion gegen belästigende Telefonwerbung“ die gesetzliche
Differenzierung zwischen erlaubter und verbotener Telefonwerbung.
„Statt die Arbeit der Bundesnetzagentur zu unterstützen, indem man
beispielsweise dasselbe Beschwerdeformular oder wenigstens dieselben
Formulierungen verwendet hätte, laufen die Verbraucherschützer durch
ihren Alleingang nun Gefahr, den Verbraucher gänzlich zu verwirren.
Der vzbv vernachlässigt seinen Auftrag, für Aufklärung zu sorgen, und
gefährdet zudem die Arbeit der Bundesnetzagentur“, sagt Dieter Weng,
Präsident des DDV.
Der Verband warnt ausdrücklich davor, fragwürdige Eigeninteressen
über das eigentliche Ziel, die Bekämpfung illegaler Telefonwerbung
und damit effektiven Verbraucherschutz zu stellen. Die seit dem 4.
August 2009 geltenden neuen Regelungen durch das Gesetz zur
Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung liefern ausreichend
Stellschrauben gegen Telefonspam wie beispielsweise Bußgelder.
Allerdings müssen diese auch zur Anwendung kommen. Dieter Weng: „Es
gibt kein Gesetzesdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit. Wir sollten
der Bundesnetzagentur die Zeit geben, sorgfältige Arbeit zu leisten,
und die Dreijahresfrist bis zur Evaluierung abwarten.“
Der DDV ist der größte nationale Zusammenschluss von
Dialogmarketing-Unternehmen in Europa und einer der Spitzenverbände
der Kommunikationswirtschaft in Deutschland. Vollständige
Pressemitteilung unter www.ddv.de
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Nanah Schulze, PR und Wirtschaftskommunikation DDV,
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