Nur 14 Prozent sehen den Einfluss der Schufa positiv, 55 Prozent negativ. Besonders schlecht ist das Image der Schufa bei Personen in der mittleren Lebensphase zwischen 30 und 39 Jahren. Hier bewerten 71% der Befragten das Image der Schufa als negativ.Gleichzeitig geben 60% der Befragten an, dass sie die Methode der Schufa zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit für nicht angemessen halten. Im Vergleich zum März 2023 ist dieser Anteil um 6 Prozentpunkte gestiegen. Nur 16 Prozent der Befragten halten das Vorgehen der Schufa für angemessen. Das sind 5 Prozentpunkte weniger als im März 2023.
Frank Drescher, CEO NLTS Global Analytics: „Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage bestätigen die Notwendigkeit von Transparenz und Fairness in der Auskunftei-Branche. Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen sich ein besseres Verständnis ihrer finanziellen Situation. Ein Großteil der Deutschen hat Bedenken gegenüber der Schufa und ihren Bewertungsmethoden. Es geht aber darum, Standards für eine fairere Bonitätsbewertung zu setzen und Verbraucherinnen und Verbrauchern zu helfen, fundierte Finanzentscheidungen zu treffen. Daher sollte die SCHUFA spätestens jetzt ihren Worten auch Taten folgen lassen. Die jüngste Entscheidung des europäischen Gerichtshofs EUGH zeigt, dass auch der Gesetzgeber hier Handlungsbedarf sieht. Dass die Schufa diese Entscheidung „begrüsst“ ist nicht mehr als PR-Sprech. Das Urteil ist zu Recht eine rote Karte für Unternehmen, die automatisiert Entscheidungen über Menschen treffen. Und ein Todesstoss für das entsprechende B2B-Produkt der Schufa. Zur Erklärung: Aufgrund solcher automatisierter Entscheidungen haben zum Beispiel ärmere Menschen oftmals höherpreisige Stromtarife, zahlen also mehr als reiche. Dies dürfte nun langsam ein Ende haben.“
Mehr Info und Tabellen: https://selbstauskunft.de/deutsche-sehen-einfluss-der-schufa-negativ-schufa-transparenzoffensive-gescheitert/
Â