Junge Menschen legen im Schnitt über 20
Prozent ihres Einkommens auf die hohe Kante / Jeder dritte
Jugendliche spart für die eigene Ausbildung / Sparbuch und Tagesgeld
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Junge Menschen in Deutschland sparen gut ein Fünftel (20,4
Prozent) ihres verfügbaren Einkommens. Von durchschnittlich 480 Euro,
die Jugendlichen monatlich zur Verfügung stehen, legen sie 98 Euro
zurück. Damit ist der Sparanteil der Jugendlichen und jungen
Erwachsenen deutlich höher als die Sparquote der privaten Haushalte
in Deutschland, die im Jahr 2009 bei 11,3 Prozent lag (Quelle:
Deutsche Bundesbank). Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der
Deutschen Bank zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August unter
Schülern, Auszubildenden, Studenten und Berufstätigen im Alter
zwischen 14 und 25 Jahren.
Bemerkenswert ist zudem, dass auf breiter Front gespart wird: vier
von fünf Jugendlichen legen regelmäßig Geld auf die hohe Kante.
Männer sparen mit 112 Euro monatlich im Schnitt mehr als Frauen mit
86 Euro. Allerdings verfügen junge Männer mit durchschnittlich 505
Euro pro Monat auch über mehr Einkommen als junge Frauen mit 456
Euro. Die Einnahmen stammen aus Taschengeld, Nebenjobs, Ausbildung
und Berufstätigkeit.
Die Spareinlage – d.h. Sparbuch bzw. Sparcard und Sparplan – ist
mit 66 Prozent unter jungen Leuten mit weitem Abstand die am
häufigsten genutzte Anlageform. Dabei ist das Sparbuch bzw. Sparcard
besonders beliebt bei jungen Frauen mit 66 Prozent (Männer 56
Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Tagesgeldkonto (34 Prozent),
das Bausparen (25 Prozent) sowie die Riester-Rente (15 Prozent) und
Lebensversicherungen (11 Prozent). Die Geldanlage in Aktien und Fonds
ist mit 9 Prozent bei jungen Leuten weniger gefragt als noch im
Vorjahr mit 15 Prozent. Hier wirkt wahrscheinlich noch die Finanz-
und Wirtschaftskrise nach. Fast drei Viertel (72 Prozent) der
Jugendlichen machen sich zudem Sorgen um ihre finanzielle Zukunft. Im
Jahr 2009 waren es noch 61 Prozent. Dabei sind Frauen mit 79 Prozent
besorgter als Männer mit 66 Prozent.
Bei den Sparzielen der Jugendlichen stehen konkrete Konsumwünsche
wie Führerschein, Auto oder Reisen mit 49 Prozent an erster Stelle.
Immerhin 33 Prozent der Befragten legen aber auch Geld für ihre
Ausbildung, Studium oder Praktika zurück. 26 Prozent der Jugendlichen
sparen bereits für ihre Altersvorsorge. Interessant: Für junge Frauen
steht beim Sparen die eigene Ausbildung (37 Prozent) und
Altersvorsorge (29 Prozent) stärker im Fokus als für junge Männer
(Ausbildung 29 Prozent; Altersvorsorge 24 Prozent).
„Die hohe Sparquote und die große Bedeutung der Sparziele
Ausbildung und Altersvorsorge machen deutlich, dass junge Menschen
sich intensiv mit finanziellen Belangen auseinandersetzen und beim
Thema Geld viel Vorausschau zeigen“, so Dr. Michael Berendes,
verantwortlich für das Einlagengeschäft der Deutschen Bank.
An der Umfrage der Deutschen Bank anlässlich des Internationalen
Tags der Jugend nahmen 1.000 zufällig ausgewählte Bundesbürger im
Alter von 14 bis 25 Jahren teil. Sie wurde im Juli 2010 durchgeführt.
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Christiane Lorch
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