Deutsche Arbeitnehmer mit aktueller Arbeitssituation weniger zufrieden als ihre europäischen Nachbarn

Nur ein Drittel der Angestellten fühlt sich durch ihren Arbeitgeber wertgeschätzt. Daher erstaunt es nicht, dass sich über ein Viertel weniger loyal fühlt als im letzten Jahr und ganze 49 Prozent der deutschen Arbeitnehmer planen, in diesem Jahr eine neue Stelle zu suchen. Und auch wenn sie mit ihrem aktuellen Job glücklich sind, schauen sich 53 % der Angestellten aktiv nach besseren Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt um, mehr als die Hälfte davon mindestens einmal pro Woche.

Wie sieht der ideale Arbeitgeber aus? Generationen sind sich weitgehend einig

Die meisten Arbeitnehmer (81 %) würden für eine bessere Vergütung das Unternehmen wechseln. An zweiter Stelle folgen mit 69 Prozent Fort‐ und Weiterbildungsmöglichkeiten und an dritter Stelle flexible Arbeitsbedingungen. Erst an vierter Stelle steht mit 58 Prozent eine bessere Work‐Life‐ Balance. Bei der Gen Y liegt sie mit 64 Prozent auf dem dritten Platz.

„Die Zahlen zeigen, dass die Vergütung für deutsche Arbeitnehmer noch immer von zentraler Bedeutung ist. Das bestätigt auch die Diskussion um den flächendeckenden Mindestlohn. Das Bedürfnis nach guten Weiterbildungsmöglichkeiten lässt jedoch auf engagierte Angestellte schließen, die lernen und sich weiterentwickeln wollen. Das sollten die Arbeitgeber zu ihrem Vorteil nutzen – so entsteht eine Win‐win‐Situation für beide Seiten. Der Wunsch nach flexiblen Arbeitsbedingungen, Mobilität und einer besseren Work‐Life‐Balance unterstreicht das Bedürfnis moderner Arbeitnehmer, selbst entscheiden zu können, wann und wo sie arbeiten. Hier müssen viele deutsche Unternehmen im Angesicht des Fachkräftemangels noch deutlich aufgeschlossener werden“, fordert Thomas Schenk, Managing Director von Kelly Services. „Junge Arbeitnehmer entscheiden sich oft für den Arbeitgeber, der Flexibilität, Mobilität und eine moderne Arbeitsumgebung mit Entwicklungsmöglichkeiten und einer guten Vereinbarkeit mit den privaten Interessen bietet.“

Social Media und Karrierenetzwerke sind kaum ein Thema für Bewerber

Die Erhebung zeigt: die bevorzugte Bewerbungsart der Deutschen ist mit 89 Prozent die Online‐ Bewerbung. Nur 9 Prozent senden ihre Unterlagen noch in Papierform ein. Trotz des Vormarsches sozialer Netzwerke ist der Anteil derjenigen, die sich über Social Media bewerben mit einem Prozent verschwindend gering.

Lediglich 8 Prozent der Befragten haben Erfahrungen mit der Teilnahme in einer Online Talent Community und nur ein Viertel hat Interesse daran. Weltweit liegt der Anteil etwa doppelt so hoch. Damit liegt Deutschland bei der Beliebtheit und Nutzung von unternehmenseigenen Karrierenetzwerken im internationalen Vergleich deutlich zurück.

Am liebsten ist den Deutschen (51 %), wenn sie von einem potenziellen Arbeitgeber regelmäßig über Telefon oder Mails zu passenden Stellen kontaktiert werden. An zweiter Stelle folgt mit 26 Prozent die Teilnahme an Veranstaltungen, auf denen sie sich mit Mitarbeitern des Unternehmens austauschen können. 12 Prozent bleiben am liebsten über das soziale Netzwerk des Unternehmens in Kontakt.

„Die regelmäßige Kommunikation mit potenziellen Mitarbeitern und die Möglichkeit, sich mit Angestellten des Unternehmens auszutauschen, werden immer wichtiger. Viele Unternehmen scheuen sich davor, zu tiefe Einblicke zu gewähren, um möglichst keinen Bewerber abzuschrecken. Dabei ist es für beide Seiten besser, wenn sich nur Kandidaten bewerben, die das ganze „Paket“ kennen und ehrliches Interesse haben, unter den bekannten Bedingungen zu arbeiten“, meint Thomas Schenk.

Die detaillierten Studienergebnisse finden Sie unter http://bit.ly/1k1FwSE

Weitere Informationen unter:
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