Zum inzwischen 10. Mal treffen sich Datenschützer aus ganz Deutschland auf dem WEKA-Kongress für Datenschutzbeauftragte. Versierte Experten referieren auf dem Branchentreff in Würzburg über die aktuellen Datenschutzthemen im betrieblichen Alltag.
Eine Zwischenbilanz ein Jahr nach der Novelle 2009 hinsichtlich der Rechtsposition des Datenschutzbeauftragten, zieht Marco Biewald, Geschäftsführer der Verdata Datenschutz und klärt, welche Grundkompetenzen dieser besitzen muss, ob er Fachkompetenz auslagern kann und wie tief seine Prüfungspflichten gehen. Günther Dorn, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht, berichtet über die ersten Erfahrungen mit dem neuen § 42 BDSG. Er bespricht die Voraussetzungen der Informationspflicht im Einzelnen, gibt eine Auswahl bisher aufgetretener Fälle und informiert über die Meldepflicht bei Verstößen. Dr. Eugen Ehmann blickt nach vorne auf den Datenschutz 2011 und gibt einen Fahrplan für den Datenschutzbeauftragten. Dabei geht er auf die Folgen der Neufassung der EG-Datenschutzrichtlinie ein und erklärt Strategien zur Vermeidung von Bußgeldrisiken.
Dr. Robert Selk, Partner der Münchner Rechtsanwaltskanzlei SSH, befasst sich mit der aktuellen Rechtslage und den geplanten Gesetzesänderungen hinsichtlich der Videoüberwachung im Unternehmen sowie deren Auswirkungen auf die Praxis. Silvia C. Bauer, Rechtsanwältin bei der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft, nimmt sich des Themas Auswertungen des E-Mail-Verkehrs in Unternehmen an und gibt praktische Tipps, wie Compliance sicherzustellen ist. Torsten Weber, Geschäftsführer der Tibay Technologieberatungsagentur, bespricht schließlich den Arbeitnehmerdatenschutz aus Sicht der Gewerkschaft.
Die Abgrenzung der Auftragsdatenverarbeitung zur Funktionsübertragung sowie die neuesten Entwicklungen im internationalen Kontext erläutert Dr. Sabine Grapentin, Fachanwältin für IT-Recht in der Kanzlei Noerr Stiefenhofer Lutz. Brandaktuelle Fälle der Auftragsdatenverarbeitung aus Sicht der Aufsichtsbehörde bespricht Günther Sreball, Mitarbeiter der Aufsichtsbehörde für den Datenschutz in Hessen.
Über wichtige Datenschutz-Rechtsfragen im Zusammenhang mit Web 2.0 und internetbasierten sozialen Netzwerken im Unternehmen referiert Heidi Schuster, Referentin für Datenschutz und IT-Sicherheit in der Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft. Smartphones, Google Facebook und die Cloud – wo bleibt der Datenschutz? Mit dieser Fragestellung befasst sich Rechtsanwalt Dr Ivo Geis. Rechtsanwältin Vilma Niclas erläutert schließlich die Rechtslage beim Ausfiltern und Ändern von Nachrichten und Inhalten in Social Networks und Online-Diensten.
Am dritten Kongresstag können die Teilnehmer in Intensivseminaren ihre Kenntnisse vertiefen und erhalten weitere Hilfestellungen für die praxisnahe Umsetzung. Dabei haben sie die Wahl aus folgenden vier Themen:
– Der betriebliche Datenschutzbeauftragte als Berater – Self-Management und Umsetzung von Datenschutzanforderungen
– Workshop – Datenschutz Best of Best Practice
– IT-Sicherheitstag – aktuelle Trends der IT-(Un-)Sicherheit
– Datenschutz im medizinischen Bereich
Orte, Termine und Teilnehmergebühren:
Der zweitägige Kongress findet am 5./6. Oktober 2010 in Würzburg statt. Die Teilnahme kostet 1.190,- Euro zzgl. MwSt. pro Person. Bei zusätzlicher Buchung eines Intensivseminars am 7. Oktober belaufen sich die Kosten auf 1.490,- zzgl. MwSt. pro Person.