In der Eurozone haben sich Wachstum und Nachfrage weiter abgeschwächt und in Frankreich gibt es überhaupt keine Anzeichen einer konjunkturellen Erholung. Auch die neuesten Konjunkturdaten aus China überzeugten die Investoren nicht. So war es kein Wunder, dass der DAX 1,6% auf 9.595 Punkte nachgeben musste. In den USA ist man nervös, wegen den ersten Angriffen auf die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Zudem drückte auch die Ankündigung zur Bekämpfung der Steuerflucht auf die Kurse. Der Dow-Jones-Index gab 0,7 Prozent nach auf 17.056 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf knapp 1983 Zähler. Die Nasdaq fiel 0,4 Prozent auf rund 4509 Stellen. Die Vorgaben aus Asien sind gemischt. Der Nikkei verliert 0,3% auf 16.156 Punkte und der Hang-Seng gewinnt 0,7% auf 24.004 Punkte hinzu.
Charttechnischer Ausblick: Der Dax hat gestern deutliche Verluste hinnehmen müssen und dabei einige Unterstützungen nach unten durchstoßen. Für heute ist es wichtig, dass zunächst die 9.588 Punkte gehalten werden. Fällt der DAX hier durch, kommt die SMA-200-Linie auf Tagesbasis bei 9.553 Punkten in Spiel. Spätestens von hier sollte der DAX wieder anziehen, um kein größeres Verkaufssignal auszulösen. 9.539 und das offene GAP bei 9.479 Punkten wären danach die nächsten Anlaufziele. Nach oben hin wären zunächst die 9.615 Punkten zu überwinden. Danach sehe ich noch Widerstände bei 9.662 und 9.695 Punkten bevor das offene GAP bei 9.735 Punkten ins Spiel kommt.
Fazit: Heute steht mit dem IFO-Index um 10 Uhr der wichtigste deutsche Stimmungsindikator im Fokus. Nach enttäuschenden Einkaufsmanagerdaten, Sentix- und ZEW-Daten, wird auch beim IFO ein Rückgang von 106,30 auf 105,90 Punkte erwartet. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge um 13 Uhr und die Neubauverkäufe um 16:00 Uhr veröffentlicht. Beide Termine sehe ich nicht als Marktrelevant an. Nach einer 300 Punkte Konsolidierung ist der DAX im kurzfristigen Zeitfenster überverkauft. Für heute ist es extrem wichtig die 9.550 Punkte zu halten. Die SMA-200-Linie ist bei vielen Fonds im Fokus und ein unterschreiten auf Schlusskursbasis, würde bei vielen institutionellen Anlegern ein Verkaufssignal auslösen.
Mit besten Grüßen
Ihr
Andreas Janes
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