Depotpower.de: Outsideday im DAX mahnt zur Vorsicht!

Am zweiten Handelstag der Woche hat sich die Stimmung am deutschen Aktienmarkt etwas aufgehellt. Der Dax bewegte sich am Vormittag in einer vergleichsweise engen Handelsspanne und liegt zuletzt 0,12 Prozent fester bei 7880 Punkten. Am Vortag hatte er den Handel mit einem Abschlag von 0,5 Prozent auf 7870,90 Zähler beendet.

Gestern ging ein Aufatmen durch die Märkte, denn die Rettung Zyperns konnte in letzter Minute verkündet werden und das beflügelte den Aktienmarkt. Der DAX konnte wieder die 8.000 Punkte breaken und es sah gut aus, dass auch die Jahreshighs erreicht werden könnten. Doch bei 8.030 Punkte kam die Kaufwelle wieder ins Stocken und der DAX setzte zu einem starken Downmove an. Ausgelöst von verbalen Aussagen von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem, dass die beschlossene Zypern-Hilfe als Mustervorlage für andere Problembanken in Europa dienen könnte, haben die Anleger verschreckt.

Später versuchte Dijsselbloem die Äußerungen wieder gerade zu rücken, aber da waren die Märkte schon im Abwärtsimpuls. Als dann auch noch der Sachverständigenrat seine Konjunkturprognose für Deutschland für das Jahr 2013 aktualisiert von 0,8% auf 0,3% senkte, beschleunigte sich der Downmove noch. Eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens durch die Ratingagentur Moody’s hat den Märkten nochmals einen Dämpfer versetzt und damit wurde aus einem Plus jenseits des 1%-Levels ein Minus von 0,51%.

Solchen verbalen Aussagen, Marktgerüchten und News ist man einfach ausgeliefert und da hilft auch keine Charttechnik oder andere Faktoren. Die Augen werden weiter nach Zypern gerichtet sein, denn die Banken werden nun doch nicht heute, sondern erst am Gründonnerstag öffnen. Ob es zu einem Banken-Run kommt oder nicht werden wir erst am Donnerstag erfahren. Die Hängepartie rund um Zypern zieht sich damit bis ins Wochenende hin. Die Märkte werden damit weiter durch verbale Aussagen und News rund um Zypern gesteuert werden. In diesem Marktumfeld macht man keine Fehler wenn man die Cashquote wieder anhebt.

Fazit: Gestern wurden sehr viele Anleger wieder einmal auf dem falschen Fuß erwischt. Der Outsideday den der DAX nun gebildet hat mahnt zur Vorsicht. Der Dax darf nun nicht mehr unter 7.847 Punkte abrutschen, um keinen weiteren Downmove auszulösen. Gesteuert von News aus Zypern, ist es sinnvoller den Markt erstmal fern zu bleiben. Es kann noch nicht gesagt werden, ob der DAX seine Seitwärtstendenz fortsetzt oder doch noch ein zweiter Kurseinbruch kommt. Der Sell-Off von gestern könnte heute kurzfristig zu Erholungen bis 7.930-7.960 Punkte führen. Hier wird es sich entscheiden, ob die Bullen den Markt auch noch bis 8.000 und 8.030 Punkte ziehen können. Das muss heute abgewartet werden.

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