Schlechte Konjunkturdaten aus den USA haben dem DAX ab 16 Uhr wieder steigen lassen. Der Hauspreisindex und das Verbrauchervertrauen blieben hinter den Erwartungen zurück und damit besteht die Hoffnung, dass die lockere Geldpolitik doch länger anhält als erwartet. Die US-Märkte hingegen konnten keine Zugewinne verbuchen. Neben den schlechten Konjunkturdaten belastete auch noch die Gewinnwarnung von Ford. Am Ende verlor der Dow Jones 0,2% auf 17.043 Punkte. S&P-500 und Nasdaq-Composite gaben um jeweils 0,3 Prozent nach. Feiertagsbedingt blieben die Börsen in Schanghai und Hong-Kong geschlossen. Der japanische Nikkei-Index verlor hingegen 0,1% auf 16.160 Punkte.
Charttechnischer Ausblick: Aus charttechnischer Sicht hat sich im DAX wenig verändert. Die erwartete technische Gegenreaktion hat gestern eingesetzt, doch mehr wie 9.495 Punkte sind es nicht geworden. Im Stundenchart verläuft hier die Nackenlinie der SKS-Formation und das 38,20%-Fibonacci-Retracement. Kann der DAX heute über 9.495 Punkte ansteigen, wartet bei 9.543 Punkten das 50%-Fibonacci-Retracement und auf Tagesbasis die SMA-200-Linie bei 9.563 Punkten. Fällt der DAX hingegen wieder unter 9.409 Punkte, könnte es zu einem nochmaligen Test der 9.369 Punkte kommen. Darunter sind weitere Ziele bei 9.350-9.324-9.291-9.265-9.247 und 9.199 Punkten.
Fazit: Der Zalando Börsengang wird heute ganz klar im Fokus der Anleger stehen. Die Hypo-Vereinsbank hat dazu auch schon Turbo-Bulls und Mini-Futures aufgelegt. Die Einkaufsmanagerindizes zwischen 09:15 und 09:55 Uhr, aus Spanien, Deutschland, Frankreich und Italien werden auch beachtet werden müssen. Auch der Auftragseingang im Maschinenbau um 10:00 Uhr und die Arbeitsmarktdaten um 14:15 Uhr aus den USA sind heute wichtige Termine.
Mario Draghi will zudem noch vorschlagen, dass die Regeln geändert werden, damit er Ramschpapiere aus Zypern und Griechenland kaufen kann. Sollte der EZB-Rat den Vorschlag annehmen, könnte die Notenbank Investment-Instrumente aus allen 18 Mitgliedstaaten der Eurozone kaufen.
Der DAX wird im Bereich der 9.450 Punkten eröffnen und geht man nach Indikatoren wie Stochastic und RSI, so könnte sich die Erholung noch fortsetzen, da der DAX doch überverkauft ist. Die Widerstandszone zwischen 9.480 und 9.563 Punkten müsste durchbrochen werden, um 9.630-9.700 Punkten erreichen zu können.
Mit besten Grüßen
Ihr
Andreas Janes
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