Sperrfrist: 04.10.2010 14:00
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Die ersten Bagger rollen. Das Fundament ist gelegt, der Grundstein
wird heute gesetzt. Im Herzen von Berchtesgaden entsteht das neue
Umweltbildungs- und Informationszentrum „Haus der Berge“. Auf einer
Fläche von rund 1.400 Quadratmetern sollen hier künftig Besucher vom
Kind bis zum Senior in die Lebenswelt des Nationalparks Berchtesgaden
eintauchen können. Dabei plant die Nationalparkverwaltung einen
Dreiklang aus begehbarer Ausstellung, praktischen Werkstätten für die
Umweltbildung und Außengelände. Finanzielle Unterstützung für das
Projekt kommt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). „Das
–Haus der Berge– lädt zu einer Reise durch die Vielfalt des
Nationalparks ein und macht die Natur mit all ihren Sinnen erleb- und
verstehbar“, erklärte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.
Gemeinsam mit Bayerns Umweltminister Dr. Markus Söder überreichte er
heute in Berchtesgaden die Förderbewilligung über 800.000 Euro an den
Leiter des Nationalparks, Dr. Michael Vogel.
Der Nationalpark Berchtesgaden ist der einzige deutsche
Nationalpark in den Alpen. Er beherbergt fast alle Vegetationszonen
von den mittleren Breiten bis zum Polarkreis. Entsprechend vielfältig
ist seine Pflanzen- und Tierwelt. Das „Haus der Berge“ biete
Besuchern künftig die Möglichkeit, ihre Erfahrungen in diesem
einmaligen Schutzgebiet besser vor- und nachbereiten zu können,
betonte Vogel. Dazu werde der Nationalpark in einem rund 50 Meter
hohen Modell mit all seinen Lebensräumen nachgestellt. Vom Grund des
Königssees bis zum Gipfel des Watzmanns könnten die Besucher die vier
Ökosysteme „Wasser“, „Wald“, „Almweiden“ sowie „Fels und Karst“
erwandern. Die DBU-Fördergelder sollen in diese neuartige Form der
Umweltausstellung fließen. „Damit möchten wir dazu beitragen, die
Lust am Erlebnis –Natur– zu wecken“, sagte Brickwedde.
Wie sich die Tier- und Pflanzenwelt an das Hochgebirge anpasst und
welche Auswirkungen der Klimawandel auf sie hat, soll in der
Ausstellung genauso thematisiert werden wie die Rolle des Menschen
für die Entwicklung des Nationalparks. Auf dem „Gipfel“ des
begehbaren Bergmodells angekommen, biete sich den Besuchern dann als
Höhepunkt der Blick nach draußen auf den wahren Watzmann, schilderte
Vogel.
Ergänzend zur Ausstellung sind im „Haus der Berge“ verschiedene
Werkstätten geplant, in denen Umweltbildung spielerisch verwirklicht
werden kann. Für die Menschen, die den Nationalpark nur eingeschränkt
oder gar nicht erkunden können, soll ein spezielles Freigelände das
Naturerlebnis möglich machen. Rund 100.000 Besucher werden künftig
pro Jahr im „Haus der Berge“ erwartet. Neben Touristen möchte die
Nationalparkverwaltung mit dem Zentrum Einheimische, vor allem
Schulklassen sowie Kinder- und Jugendgruppen ansprechen. Der
DBU-Generalsekretär lobt den Ansatz als Vorbild für andere
Schutzgebiete: „Hier wird Natur nicht nur fachlich vermittelt,
sondern auch emotional erlebbar gemacht“.
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