Mehr Frauen, mehr Hausärzte, weniger „Newcomer“,
höheres Durchschnittsalter – wer sind die 182 Delegierten zur
Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), die ab 18. Januar 2018 den
Bayerischen Ärztetag bilden?
Die 37.000 Ärztinnen und 44.000 Ärzte in Bayern wählten in der
Zeit vom 20. November bis 1. Dezember 2017 die Delegierten zur BLÄK.
Sie bestimmten damit ihre ärztliche Berufsvertretung in Bayern für
die kommenden fünf Jahre. Insgesamt 182 Persönlichkeiten – 176
Delegierte plus je ein Repräsentant der sechs Landesuniversitäten –
bilden das neue Ärzteparlament. 176 Delegierte deshalb, weil die neue
Medizinische Fakultät der Universität Augsburg, die zum 1. Dezember
2016 gegründet wurde, bei der aktuellen Delegiertenwahl zu
berücksichtigen ist. Zudem sind zwei Vorsitzende der ärztlichen
Bezirksverbände „geborene“ Delegierte. Die Delegierten vertreten
berufspolitische Fraktionen und gleichzeitig ihren ärztlichen
Kreisverband bzw. ärztlichen Bezirksverband – ein breites
Meinungsspektrum. Sie repräsentieren auch alle Versorgungsformen,
Altersgruppen und Gebiete. Einige Kerndaten zu den neuen
Ärztevertretern in Bayern:
» 111 Wiedergewählte (2012: 99), 69 (2012: 81) Neugewählte und zwei
Vorsitzende der ärztlichen Bezirksverbände kraft Amt. Insgesamt hat
sich die Relation „Routiniers“ gegenüber „Newcomern“ in Richtung
„Wiedergewählte“ verschoben.
» 37 Ärztinnen (20,3 Prozent); der Frauenanteil ist damit gegenüber
2012 (35 Ärztinnen oder 19,4 Prozent) leicht gestiegen.
» Das Durchschnittsalter der neu gewählten Delegiertenversammlung
beträgt 57,7 Jahre und ist im Vergleich zu 2012 etwas höher (56
Jahre).
» 79 Hausärztinnen und -ärzte (vormals 70). Zahlenmäßig bilden sie
somit wieder die stärkste Fraktion.*
» 57 Krankenhausärztinnen und -ärzte (bisher 56).*
» 57 niedergelassene bzw. im ambulanten Bereich angestellte Ärztinnen
und Ärzte (vormals: 51).*
» Der Jüngste im neuen Parlament ist 31 Jahre.
» Die Älteste im Parlament zählt 77 Jahre.
Die Wahlbeteiligung betrug bayernweit 31,9 Prozent (37,6 Prozent
2012). In den einzelnen Stimmkreisen lag die Wahlbeteiligung zwischen
20,8 und 41,2 Prozent. Das Wahlergebnis gilt zunächst noch vorläufig,
denn das amtliche Wahlergebnis wird erst am 18. Januar 2018
feststehen, wenn die 14-tägige Anfechtungsfrist vorüber ist.
Präsident Dr. Max Kaplan wird bei der konstituierenden
Vollversammlung, die voraussichtlich am 3. Februar 2018 stattfindet,
nicht mehr zur Wahl als BLÄK-Präsident antreten. „Ich bin seit 18
Jahren im Vorstand der Bayerischen Landesärztekammer, war sieben
Jahre deren Vizepräsident und bin nun im achten Jahr deren Präsident.
Ich finde, dass die Zeit jetzt reif ist, den Stab weiterzugeben“,
sagte der 65-jährige Facharzt für Allgemeinmedizin aus dem
Unterallgäu. Neben der Wahl der/des Präsidenten/-in und der beiden
Vizepräsidenten/-innen werden auch die sechs Vorstandsmitglieder, die
dem Vorstand mit den acht Vorsitzenden der ärztlichen Bezirksverbände
angehören, gewählt. Darüber hinaus sind aus dem Kreis der Delegierten
die Mitglieder des Finanzausschusses und des Hilfsausschusses, die
Mitglieder weiterer Ausschüsse und die Abgeordneten zum Deutschen
Ärztetag zu wählen.
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