Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass sich die „Dumping-Preis-Mentalität“ auch im Nachhilfebereich zu manifestieren scheint. Nur noch wenige sind bereit, in Ihre Bildung nachhaltig zu investieren und für ein breites Spektrum dargebotener Qualität und Leistung angemessene Vergütungen zu bezahlen.
Das Bestreben geht dahin, für wenig Geld und Investment eine höchstmögliche und qualifizierte Leistung in Anspruch nehmen zu wollen.
Am besten soll ein vollwertiger Akademiker einen leistungsschwachen Schüler für 7-8 Euro pro Stunde innerhalb kürzester Zeit von 5 auf 1 bringen.
Das ist unverständlich und beängstigend zugleich, gerade vor dem Hintergrund, dass Bereitschaft gezeigt wird für den Kauf teurer Handys, kostspieliger Elektronik oder sonstiger Vergnügungen.
Projiziert man die Thematik auf die Nachhilfeanbieter, stellt man sich zwangsläufig die Frage, was jemanden dazu ambitioniert, als kompetente Fachkraft derartige Dumpingpreise zu vertreten? Wenn man sich vor Augen führt, wie arbeits-und zeitintensiv eine fundamentale Nachhilfe ist, die den Schüler fachlich so absichert, dass er dem Unterrichtsstoff wieder von allein folgen kann, erscheint es umso absurder, dass ein Nachhilfeanbieter, der ein Interesse am Weiterkommen seines Schützlings hat und sich fachlich zu jeder Unterrichtsstunde angemessen vorbereitet, derartige Preise vertreten kann. Ein logischer Schluss wäre, dass ein solches Interesse gar nicht mehr besteht, und man Nachhilfe als „nur“ einen Job ansieht-ähnlich einer Tätigkeit im Verkauf oder einer Bar-die mit wenig Aufwand den größten Nutzen erzeugt. Ein nächster Schluss ist, dass solche Anbieter ganz sicher der Schwarzarbeit nachgehen, folglich keine Steuern bezahlen, und dem Staat in der Konsequenz dann wichtige, steuerliche Mittel fehlen, um den Bildungssektor längerfristig zu fördern. Diese Anbieter sorgen für den Untergang eines fundierten Bildungssystems.
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