Wer populäre Musik zu seinem Beruf machen möchte, dem steht im Bundesland Bayern eine besondere Ausbildungsform offen: die Berufsfachschule für Musik Fachrichtung Rock/Pop/Jazz. In München trägt der Verein Neue Jazzschool München e.V. diesen Schultyp. Dort läuft derzeit der Countdown für die Aufnahmeprüfungen zum vierten Ausbildungs-Jahrgang am 23. Juli und 6. September 2010.
„Die Gründerväter des Schultyps Berufsfachschule für Musik hatten besonders vor Augen, genügend qualifizierte Leiter für den expandierenden Bereich der Laienmusik auszubilden. Über die Jahre haben sich die Ziele der Schulform jedoch erweitert. Gerade die raren Ausbildungsstätten für den Bereich Jazz und Popularmusik eröffnen musikalisch Talentierten jeden Alters eine vielfältige Palette an beruflichen und schulischen Möglichkeiten“, erklärt Franz-David Baumann, Schulleiter der staatlich genehmigten Berufsfachschule für Musik Fachrichtung Rock/Pop/Jazz in München.
Ein breiter Fächerkanon von praktischem Unterricht in Haupt- und Pflichtfachinstrument, Chor- und Ensembleleitung sowie Band-Spiel über Theoriekurse wie Musikgeschichte, Harmonielehre oder Instrumentenkunde bis hin zu den allgemeinbildenden Fächern Deutsch, Sozialkunde und Ethik ermöglicht ein vielseitiges Ausbildungsspektrum. Durch klein gehaltene Klassenstärken von 12 bis maximal 18 Schülern pro Jahrgang ermöglicht der Verein Neue Jazzschool München e.V., der seit 25 Jahren Unterricht und Ausbildungskurse für Musiker anbietet, eine individuelle Betreuung im Rahmen seiner staatlich genehmigten Berufsfachschule für Musik.
Ziel der zweijährigen Ausbildung ist es zum einen, auf die Arbeit als Musiklehrer an privaten Musikschulen oder als Leiter von Laien-Ensembles wie Big Bands, Gospelchören oder anderen Band-Formationen vorzubereiten. Zum anderen lassen die Dozenten der Neuen Jazzschool München die Vorbereitung auf die Arbeit als Live- und Studiomusiker, Komponist oder Arrangeur im Unterricht nicht zu kurz kommen. Wer seine künstlerischen Fähigkeiten weiter ausbauen möchte, den bereitet die Berufsfachschule auf ein Studium an einer Musikhochschule vor.
Die Chancen, als Musiklehrer zu arbeiten, lassen sich im Rahmen der Berufsfachschulausbildung verbessern: Wer ein drittes pädagogisches Zusatzjahres erfolgreich absolviert, kann auch an öffentlich geförderten, städtischen oder kommunalen Musikschulen unterrichten. Eine attraktive Ausbildungsmöglichkeiten hält die Berufsfachschule für Musik besonders für Schüler ohne höheren Schulabschluss bereit: Bei einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 im Abschlusszeugnis der Berufsfachschule und befriedigenden Leistungen in fünf Jahren Englischunterricht lässt sich die Mittlere Reife erlangen. Eine weitere zukunftsorientierte Berufschance bietet die zweijährige Ausbildung zum Fachlehrer für Musik und Kommunikationstechnik am Staatsinstitut Ansbach: Absolventen der Berufsfachschule für Musik Fachrichtung Rock/Pop/Jazz können im Rahmen dieser Fachlehrerausbildung die Unterrichtserlaubnis für Volks-, Real- und Förderschulen erwerben.
Wer die Möglichkeiten der Berufsfachschule für Musik Fachrichtung Rock/Pop/Jazz in München nutzen möchte, muss in einer Aufnahmeprüfung seine Fähigkeiten im Hauptfachinstrument sowie seine musiktheoretischen Kenntnisse unter Beweis stellen. Die Anmeldefrist für die erste Prüfung am 23. Juli 2010 endet am 12. Juli, Nachzügler können sich bis 23. August zum zweiten Termin am 6. September anmelden. Mehr Informationen gibt es auf www.jazzschool.de oder direkt unter 089/ 72 63 52 96-0.