32 Modelle auf dem Prüfstand / Windows und
Programme starten doppelt so schnell / Nachteil gegenüber
Festplatten: hohe Preise
SSD steht für Solid State Drive und gilt als Nachfolger der
Festplatte. SSD könnte aber genauso „Super Schnelle Daten“ bedeuten –
denn die fixen Speicher machen dem PC ordentlich Dampf. Windows
startet doppelt so schnell und auch die Arbeitsgeschwindigkeit von
Programmen legt einen Zahn zu. Das zeigt ein Test der Fachzeitschrift
COMPUTERBILD, die 32 SSDs ab 87 Euro getestet hat. Die Experten
prüften zudem die SSD-Lebensdauer und erklären, welche Vor- und
Nachteile die Speichergröße mit sich bringt (Heft 3/2012, ab Samstag
am Kiosk).
SSDs haben Festplatten eines voraus: Sie enthalten keine
beweglichen Bauteile und speichern Daten in Flash-Bausteinen, wie sie
auch in USB-Speicherstiften zum Einsatz kommen. Dadurch arbeiten sie
deutlich schneller, sind völlig geräuschlos und kommen mit gerade mal
ein bis zwei Watt Strom aus. Im COMPUTERBILD-Test erhöhte sich die
Arbeitsgeschwindigkeit im Vergleich zu einem Computer mit
herkömmlicher Festplatte durchschnittlich um rund 30 Prozent.
Voraussetzung für den Tempogewinn sind allerdings ein moderner
Computer mit Dual-Core-Prozessor (ab Core i3) und mindestens vier
Gigabyte Arbeitsspeicher – bei älterer Hardware verpufft der
SSD-Effekt.
Die COMPUTERBILD-Experten stellten SSD-Speicher in den Größen 60,
120 und 240 Gigabyte (GB) auf den Prüfstand. 60 GB-Modelle punkten
mit einem relativ günstigen Einstiegspreis, der Test-Sieger in dieser
Kategorie kostet 114 Euro (Extrememory XLR8 Express; Note: „gut“).
Nachteil: Selbst wenn nur Windows und wenige Programme darauf
installiert sind, kann es mit 60 GB schnell eng werden. Mehr Platz
bieten SSDs mit 120 GB (Test-Sieger Plextor PX-128M2P; Note: „gut“;
210 Euro) und SSDs mit 240 GB (Test-Sieger Corsair Performance Pro;
Note: „gut“; 380 Euro). Sie sind zudem etwas schneller als die 60
GB-Modelle – dafür jedoch relativ teuer. Zum Vergleich: Für 200 Euro
gibt es eine herkömmliche Festplatte mit 3000 GB (3 Terabyte)
Speicherplatz.
Trotz manch anderslautender Gerüchte im Internet sind SSDs nach
bisherigen Erkenntnissen nicht unzuverlässiger als Festplatten.
COMPUTERBILD simulierte die SSD-Nutzung über mehrere Jahre. Das
Ergebnis: Es traten keinerlei Ausfälle auf – trotz Zigtausender
Schreib-, Lese- und Löschvorgänge sowie 500-maligem Ein- und
Ausschalten. Die Speicherzellen sind zwar nicht beliebig oft
beschreibbar, aber die eingebaute Elektronik verteilt die
Schreibvorgänge so, dass die SSD alle Speicherzellen etwa gleich oft
benutzt. Die Nutzungsdauer ist deswegen ähnlich wie bei Festplatten.
Weil keine Platte vor Ausfällen sicher ist, sollten aber auch
SSD-Nutzer Ihre Daten regelmäßig sichern.
Tempo-Upgrade fürs Netbook: So rüsten Sie einen SSD-Speicher nach.
www.computerbild.de/artikel/cb-Ratgeber-Kurse-PC-Hardware-Netbook-SSD
-Speicher-Festplatte-6450942.html
Pressekontakt:
Redaktions-Ansprechpartner: Uwe Vieths, Tel. 040-34960266 – auch für
Radio-Interviews via Audiocodec in Studioqualität oder per Telefon.
Presseagentur:
René Jochum
Communication Consultants GmbH
Tel. 0711-97893.35
Fax 0711-97893.55
jochum@postamt.cc
www.communicationconsultants.de
Weitere Informationen unter:
http://