Zukunft gestalten, sich engagieren, gemeinsam etwas auf die Beine stellen, sich für ein ökologisch, ökonomisch und sozial gerechtes Umfeld einsetzen: Bereits zum fünften Mal in Folge beteiligen sich mehrere hundert Initiativen in ganz Deutschland an den Aktionstagen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Auch das CJD Jugenddorf Offenburg ist mit einem „Urban-Gardening-Projekt“ dabei. Auftakt ist am Donnerstag, 27. September 2012 im Offenburger Jugenddorf (Zähringerstr. 42-59).
„Wir stehen vor großen Herausforderungen: Finanzkrise, Klimawandel, die Verteilung von immer knapper werdenden Ressourcen machen deutlich, wie viel wir wissen und können müssen, um die Welt für alle lebenswert zu gestalten“, so Professor Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.
Das CJD Jugenddorf Offenburg beteiligt sich an den bundesweiten Aktionstagen der Deutschen UNESCO-Kommission und ist damit Teil der weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen.
Urban Gardening, oder „Ein Hartplatz wird lebendig!“
Unter „Urban Gardening“ versteht man eine weltweite Bewegung, die die Natur zurück in die Städte bringt. Und das nicht nur, damit es hübscher aussieht: Brachflächen werden kurzfristig und zwischenzeitlich umgenutzt.
Die ökologisch fortschrittlichen Nutzungskonzepte bieten Menschen aus unterschiedlichen Generationen und sozialen Schichten Raum für eine gemeinschaftliche Gestaltung. Das wohl bekannteste Projekt in Deutschland ist der so genannte Prinzessinnengarten in Berlin.
Auch das Jugenddorf verfügt über eine „Brachfläche“, die neu genutzt werden soll. In unmittelbarer Nachbarschaft des Schulgartens gibt es einen Hartplatz, der seit Jahren nicht mehr für den Sportunterricht genutzt werden kann. Der Belag ist so stark beschädigt, dass die Verletzungsgefahr groß ist. Eine Instandsetzung ist ebenfalls nicht geplant.
Die Klasse UMWELT der Sonderberufsfachschule (SBFS) im CJD Jugenddorf Offenburg wird den Hartplatz im Sinne des „Urban Gardening“ umgestalten. Aus Bäckerkisten und alten Reissäcken entstehen mobile Hochbeete, in denen Gemüse angebaut wird. Zudem wird eine Kompostanlage eingerichtet, in der Erde gelagert und gemischt wird.
Teil der Urban Gardening-Bewegung werden!
Für die errichteten Hochbeete können Patenschaften übernommen werden. So ist diese Form der Gartenbewirtschaftung besonders geeignet für Kindergartengruppen sowie Behinderten- und Senioreneinrichtungen. Die Beete werden selbst bepflanzt oder mit Hilfe von Schülerinnen und Schüler der Umweltklasse gepflegt. Ist das Gemüse reif, kann geerntet werden.
Einladung zur Auftaktveranstaltung
Am Donnerstag, 27. September 2012, werden um 14:00 Uhr die ersten mobilen Hochbeete bepflanzt. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, den Schulgarten zu besichtigen sowie die Umweltklasse und das Projekt kennen zu lernen.
Anmeldungen für diese Auftaktveranstaltung bitte telefonisch oder per E-Mail an: Peter Bissert, Lehrer der Klasse UMWELT der SBFS, fon 01 73/24 79 21 8, peter.bissert@cjd.de
UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
Vom 21. bis 30. September 2012 beteiligen sich bundesweit mehrere hundert Kindertagestätten, Schulen und Initiativen an den Aktionstagen. Die Gestaltungskompetenz dafür vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern.
Auf der Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade. Dazu hat sie ein Nationalkomitee mit Experten berufen, das die Umsetzung begleitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Arbeit.
Weitere Informationen:
www.bne-portal.de, www.unesco.de
Weitere Informationen unter:
http://www.cjd-offenburg.de