Citi – Investmentbarometer / Neues Allzeittief bei kurzfristiger Aktienstimmung für Europa – Aktien-Sentiment USA 10 Prozentpunkte niedriger

In der aktuellen Erhebung des Citi-Investmentbarometers hat sich
das kurzfristige Sentiment für europäische Aktien deutlich
eingetrübt. Nur noch 17 % der Umfrageteilnehmer rechnen auf Sicht von
3 Monaten mit steigenden Kursen. So gering war der Anteil der
Optimisten noch nie seit Einführung des Citi-Investmentbarometers im
Jahr 2011. Das bisherige Rekordtief stammt aus dem vierten Quartal
2018 mit 21 %. Gestiegen ist dagegen der Anteil der Marktteilnehmer,
die kurzfristig von stagnierenden oder fallenden europäischen
Aktienmärkten ausgehen. Mehr als jeder zweite Umfrageteilnehmer
erwartet demnach eine Seitwärtsbewegung (53 %). Das ist der
zweithöchste jemals ermittelte Wert. Auch die Zahl derjenigen, die an
fallende Kurse glauben, nahm um knapp 5 Prozentpunkte zu und liegt
nun bei 30 %. Minimal positiver fallen hingegen die Einschätzungen
für die nächsten 12 Monate aus: Hier stieg die Zahl der Optimisten
von 38 % auf 39 %.

Die kurzfristigen Einschätzungen der Anleger für das neue
Sentiment „Aktienkurse USA“ sind ähnlich gedrückt: Nur 22 % der
Befragten sind der Meinung, dass sich die Kurse auf Sicht von drei
Monaten nach oben orientieren werden. In Q1 2019 waren es noch 32 %.
Parallel dazu ist der Anteil der Teilnehmer, die rückläufige
US-Märkte erwarten von 34 % auf 39 % gestiegen. Immerhin: Mit einem
„Bullen-Anteil“ von 36 % herrscht auch hier eine etwas positivere
Stimmung hinsichtlich der Kursentwicklung in den kommenden 12 Monaten
(Q1 2019: 32 %).

Zu einer interessanten Entwicklung kam es zuletzt bei Öl: Der
Preis für das Barrel legte in den vergangenen Tagen aufgrund der
jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Opec-Mitglied Iran
sprunghaft zu. Zum Zeitpunkt der Umfrage (3. bis 16. Juni 2019) war
das noch nicht so vorherzusehen. Das erklärt möglicherweise, warum
das Sentiment für Öl entgegen der jüngsten Entwicklung nicht zu-,
sondern abgenommen hat.

Das Gesamt-Sentiment, das sowohl die Einschätzungen zu Aktien als
auch zu den Zinssätzen, Öl sowie Gold einbindet liegt im vierten
Quartal bei +14 Punkten. Der Wert verzeichnet somit einen Rückgang um
5 Punkte im Vergleich zum Vorquartal. Zur Info: Die Einschätzungen zu
US-Aktien werden im Gesamt-Sentiment nicht berücksichtigt, um
weiterhin die Vergleichbarkeit des Barometers über die knapp acht
vergangenen Jahre der Erhebung zu erhalten. Das Gesamt-Sentiment kann
Werte von -100 bis +100 Punkten einnehmen.

Dirk Heß, Co-Head EMEA Public Listed Products Sales & Distribution
bei Citigroup Global Markets Europe AG: „Innerhalb der letzten drei
Erhebungen des Citi-Investmentbarometers wurden zweimal neue
Allzeittiefs in der Aktienkategorie erreicht. Die Stimmung ist also
deutlich getrübt. Zudem setzen die Anleger – im Vorfeld der
Sommermonate – stärker auf seitwärtslaufende Kurse. Auch das neu
gestartete US Aktien-Sentiment verzeichnet bereits im ersten
Vergleichslauf einen massiven Rücksetzer. Das Ergebnis des
Investmentbarometers spiegelt insgesamt also die herausfordernde
weltwirtschaftliche Situation sowie ein mögliches Sommerloch wider.“

Das Citi-Investmentbarometer inklusive Grafiken wird im Anhang
bereitgestellt.

Pressekontakt:
Jan Karpinski
Kerl & Cie Kommunikationsberatung
Telefon: +49 69 8700 215 12
E-Mail: j.karpinski@kerlundcie.de

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