CeBIT 2014: Heidelberg Mobil zieht positive Bilanz

CeBIT 2014: Heidelberg Mobil zieht positive Bilanz
Heidelberg Mobil @ IBM CeBIT Stand
 

Mit vielen spannenden Gesprächen und ebenso vielen neu geknüpften Kontakten haben wir die CeBIT 2014 wieder verlassen. Unsere Auswertung zeigt: Mit Neuheiten rund um die Mobilisierung von Geschäftsprozessen haben wir die Standbesucher auf der Messe überzeugt.

Besonderes Interesse rief bei unseren Besuchern ein Showcase zum Thema iBeacon hervor. Nutzer der CeBIT Messe-App 2014 bekamen einen kleinen Vorgeschmack auf die Nutzungsmöglichkeiten dieser spannenden, neuen Technologie.

Verwendung von iBeacons zur Innenraumortung

Mit iBeacons, beziehungsweise der zugrunde liegenden Technologie BLE (Bluetooth Low Energie oder auch Bluetooth 4.0), lassen sich zahlreiche neue und spannende Anwendungsfälle erschließen, die bislang aufgrund technischer Restriktionen teuer oder gar unmöglich waren. Neben vielversprechenden Anwendungen im Retail und Consumer Markt, gibt es auch im Messe- und Kongressumfeld zahlreiche Einsatzmöglichkeiten:

– Indoor Lokalisierung, Positionierung & Routing
– Anwendungen bei Registrierung & Einlass
– Neue spannende Funktionen der Teilnehmerinteraktion, wie z.B. Buddyfinding, Kontaktaustausch u.v.m.

Neben neuen Funktionen fokussiert Heidelberg Mobil sich insbesondere auf Szenarien, die helfen Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern.

Am Beispiel der Nutzerpositionierung in geschlossenen Räumen soll die Funktionsweise von iBeacons etwas näher beleuchtet werden. Dazu werden im Raum kleine Bluetooth- Sender („Beacons“) platziert, die in kurzen Zeitintervallen Signale senden. Kommt ein Empfänger, z.B. ein Smartphone, in die Reichweite eines oder mehrerer Senders, kann der Beacon eindeutig identifiziert werden. Außerdem kann über ein Protokoll zum Auslesen der Signalstärke, die Entfernung ausgelesen werden. Sind mehrere Sender entsprechend einer optimalen Ausleuchtung im Raum platziert, kann über ein so genanntes Fingerprinting-Verfahren die Position des Endgerätes im Raum bestimmt werden.
Bislang konnte ein Smartphone seine Position nur über GPS oder die Auswertung der Signale von benachbarten WiFi-Stationen bestimmen. Der Standard iBeacon hilft jetzt dabei, die Position eines Gerätes viel präziser zu ermitteln – vor allem in Gebäuden, wo GPS-Ortungssignale nur bedingt die gewünschte Genauigkeit bieten.

Wirkliche „Game Changer“ im Kontext BLE sind im Wesentlichen folgende Faktoren:
– Günstiger Hardwarepreis der Beacons
– Autarke, vom Stromnetz entkoppelte Funktion von bis zu 3 Jahren
– Verfügbarkeit des Standards in mobilen Endgeräten

Das Verfahren wird von iOS 7 und Android ab Version 4.3 unterstützt und kann somit ab dem iPhone 4S, iPad 3 und iPod Touch 5 sowie aktuellen Android-Geräten genutzt werden.

iOS 7.1: Innenraumortung via iBeacon immer aktiv

Die Ortung mit iBeacons war bisher nur Applikationen möglich, die geöffnet oder zumindest im Hintergrund ausgeführt wurden. Wie BEEKn berichtet, ist mit dem Update auf iOS 7.1 das Protokoll nun ständig aktiv. Auch wenn eine App vollständig geschlossen sei, lasse sich ein Smartphone weiterhin mit iBeacons orten, es sei denn der Nutzer hat dies in den Smartphone-Einstellungen ausdrücklich unterbunden.

Mit der offiziellen CeBIT Messe-App 2014 ließ sich in mehreren Bereichen der Veranstaltung die Interaktion mit BLE / iBeacons ausprobieren.

Auf der CeBIT 2014 wurde die Technologie erstmals in der Halle 11 im Rahmen der Sonderschau Tec2You und dem „Job und Karriere“ Angebot in Halle 9 getestet. Jeder Besucher, der die aktuelle CeBIT Messe-App 2014 auf dem Smartphone installiert und die Bluetooth-Verbindung aktiviert hatte, konnte gezielte Job-Angebote auf dem Handy empfangen.

Mögliche Use-Cases in Messe-Apps von Heidelberg Mobil

Die Technologie eröffnet neue Kommunikations- und Interaktionswege zum und mit dem Nutzer. Messegesellschaften, Aussteller und Besucher profitieren dabei beispielsweise durch folgende Einsatz-Szenarien:

1. iBeacons für Aussteller Push-Promotion: Mit Beacons ist es technisch nicht nur möglich zu erkennen, in welcher Messehalle sich ein Nutzer gerade befindet, sondern auch präzise zu lokalisieren, an welchem Stand er gerade vorbei kommt. Aussteller können Besuchern so exklusiv Benachrichtigungen mit Produktvorschlägen, Angeboten oder Promotionen zukommen lassen, wenn diese sich im Umkreis des Standes befinden. Wenn das keine Aufmerksamkeit garantiert…! Und für Messegesellschaften ergibt sich aus diesem Mobile Marketing Modell ein klares Refinanzierungspotenzial.

2. iBeacons zur Registrierung an einem Event (Onboarding): Im Eingangsbereich der Veranstaltung werden Beacons platziert, die einen direkten Link zur Registrierung an alle Nutzer senden, die bis zu dem Zeitpunkt noch kein gültiges Einlass-Ticket haben.

3. Erkennen von Kapazitätsengpässen: Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind als Besucher auf einem großen Kongress, mit zahlreichen Räumen und parallelen Veranstaltungen. Gelegentlich sind die Raum- und Platzkapazitäten mitunter begrenzt. Beacons, angebracht in jedem Session-Raum können jedem potentiellen Teilnehmer eindeutig und in Echtzeit die gegenwärtige Auslastung übermitteln und so wichtige Hinweise auf potentielle Überfüllung geben. Gleichzeitig stehen dem Veranstalter für das kommende Jahr detaillierte Analysen zu möglichen Planungsänderungen zur Verfügung.

4. iBeacons für Networking & Buddy-Finding: Jedes iPhone kann ein eigener iBeacon sein. Bei diesen Anwendungsfällen erkennt die Applikation, wer der ebenfalls anwesenden Teilnehmer zum eigenen Interessenprofil passt und in der Nähe ist. Kontaktieren, Kommunizieren und der digitale Kontaktaustausch sind nur einige Funktionen in diesem Setup.

Sie haben Fragen und wollen mehr Hintergrundinformationen bekommen? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir das innovative Potential dieser Technologie aktivieren.

Bildrechte: Peter Schmalfeldt

Bildrechte: Peter Schmalfeldt

Weitere Informationen unter:
http://bit.ly/PR-iBeacon-2014