Seit Jahren setzt sich die internationale
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN für ein Verbot der Wildtierhaltung
in Zirkussen ein. Alle Parteien im Bundestag unterstützen diese
Forderung, nur die CDU/CSU lehnte jetzt bei Gesprächen zwischen den
Fraktionen eine Verbotsregelung erneut ab. „Mit ihrer Blockadehaltung
machen die Unionsparteien jede Chance auf mehr Tierschutz für
Elefanten oder Tiger zunichte“, stellt VIER PFOTEN Wildtier-Experte
Thomas Pietsch klar. Gemeinsam mit 18 Tier- und Naturschutzverbänden
ruft VIER PFOTEN die CDU/CSU in einem offenen Brief dazu auf, ihre
andauernde Tierschutzblockade bei Zirkustieren aufzugeben.
Schon 2003 forderte der Bundesrat mit Unterstützung vieler CDU
geführter Bundesländer ein Zirkusverbot für Wildtiere. Bis heute
wurde diese Forderung nicht umgesetzt. Gespräche im November 2010
über einen fraktionsübergreifenden Antrag für ein Verbot brachten
kein Ergebnis. Verantwortlich für das Scheitern ist die
Blockadepolitik der CDU/CSU Fraktion.
Die Union sieht nach eigenen Angaben „keinen Handlungsbedarf“ und
verweist auf das neue Zirkusregister. Das Register soll für einen
besseren Datenaustausch zwischen den Behörden sorgen und so den
Tierschutz-Vollzug verbessern. Dabei ist klar, dass das
Zirkusregister nichts an den unzumutbaren Haltungsbedingungen ändert.
„Für die Tiere gehören ein Leben in winzigen Käfigen, ständige
Transporte, belastende Auftritte und fragwürdige Dressuren weiterhin
zum Alltag“, erklärt Pietsch. Deshalb fordern viele Experten,
darunter u. a. die Bundestierärztekammer, ein gesetzliches Verbot.
In einem offenen Brief an die zuständigen Abgeordneten der
Unionsfraktion fordern Deutschlands größte Tier- und
Umweltschutzverbände jetzt einen Kurswechsel. Unterstützend können
alle Tierfreunde unter www.vier-pfoten.de einen Appell an die
CDU/CSU richten, dem überfälligen Wildtierverbot endlich zuzustimmen.
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