Nach Einschätzung der deutschen Wirtschaftsverbände könnten in den kommenden Jahren rund 25.000 Unternehmen die Hilfe eines Kreditmediators benötigen. Doch für das noch junge Berufsfeld der Kreditmediation gibt es bislang nur wenige Standards und Regeln, die den komplexen Prozess der Vermittlung zwischen Unternehmern und Kreditgebern definieren. Diese sollen im Bundesverband der Kreditmediatoren erarbeitet werden.
„Wir wollen die Qualität der Aus- und Weiterbildung von Kreditmediatoren sowie deren Erfahrungsaustausch untereinander fördern, um den komplexen Prozess der Kreditmediation weiter zu professionalisieren“, sagt Diplom-Volkswirt Rainer Langen, der auf der Gründungsversammlung zum 1. Vorsitzenden des BdKM gewählt wurde. Um der volks- und betriebswirtschaftlichen Bedeutung der Kreditmediation gerecht zu werden, sei es zudem wichtig, gemeinsame Interessen gegenüber Politik und Finanzwirtschaft zu formulieren.
Neben dem Aufbau und der Pflege eines nationalen Netzwerks will der Bundesverband vor allem Ausbildungsstandards und Zertifizierungen definieren, um die Qualität der Kreditmediation auf ein einheitliches Niveau heben. Auch Experten anderer Fachgebiete sollen in die spezifischen Belange der Kreditmediation eingeführt werden, um den wachsenden Bedarf qualifizierter Kreditmediatoren decken zu können.
Neben Rainer Langen (Kronberg), der als Gründer des Deutschen Instituts für Kreditmediation (IKME) zu den führenden Kreditmediatoren Deutschlands zählt, wurden Diplom-Kaufmann Reinhard R. Oldenburg (Berlin) und Dr. Heiko Schultz (Hofheim am Taunus) in den Vorstand des BdKM gewählt.