Die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg hat unter Beteiligung der Firmen T-Systems, Compuware und amasol das neu eingeführte System zum Enduser Experience (EUE) Monitoring auf das unternehmensweite SAP-System der BA erweitert. Bereits im letzten Jahr wurde das bestehende aktive Monitoring-System der BA optimiert und durch ein passives Real User Monitoring ergänzt. Jetzt will die BA die objektive Verfügbarkeit und Performance des SAP-Systems durch aktives und passives Monitoring mit Compuware überprüfen. Die SAP-Integration in das EUE-Monitoring erfolgt seit Februar 2013.
Das ERP-System löste bei seiner Einführung alte IT Fachverfahren ab. Ãœber diese SAP-Standardsoftware werden Auszahlungen des Arbeitslosengeldes I und II sowie des Kindergeldes und weiterer Verfahren abgewickelt. Darüber hinaus wird die SAP-Standardsoftware für viele Personalfachverfahren genutzt. Rainer Gundacker, verantwortlicher Geschäftsbereichsleiter bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, erklärt: „Unser Ziel ist es nun, mit dem neuen End User Experience Monitoring-System objektiv sicherzustellen, dass alle Anwender jederzeit schnellen, zuverlässigen Zugriff auf das zentrale ERP-System haben.“
In der aktuellen Produktionsumgebung werden sämtliche SAP-Anwenderzugriffe auf acht zentrale SAP-Serverkomponenten durch Real User-Performance-Messungen überprüft. Das Monitoring erfolgt dabei für beide RZ-Standorte über eine Real User-Netzwerk-Probe, die über Matrix Switches mit dem Datenstrom der Messpunkte Internet und Intranet versorgt wird.
Zusätzlich wird ein aktives, synthetisches Monitoring wichtiger Referenztransaktionen für die SAP-Module FI und HCM realisiert. Diese Referenzmessungen werden in die vorhandene Messumgebung aus 150 Test-Robotern ausgerollt.
Eine Besonderheit der Implementierung des SAP-Systems bei der BA ist der Einsatz einer vollständigen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Netzwerkkommunikation zwischen SAP GUI Clients und den SAP-Serverkomponenten durch Einsatz der SAP SNC (Secure Network Communication) Option. Die Compuware Real User Monitoring-Lösung wurde bereits im Rahmen des Probebetriebs an diese Umgebung angepasst, so dass trotz Verschlüsselung ein transaktionsbezogenes Real User Monitoring der SAP-Umgebung möglich ist.
Das neue Enduser Experience Monitoring System wird zusätzlich zum SAP Solution Manager, der SAP-Lösung für Administration und Monitoring von SAP-Umgebungen, eingeführt. „Das von uns geplante umfassende Enduser Experience Monitoring ermöglicht im Problemfall eine schnelle Eingrenzung der Störungsursache. Bei Bedarf liefert der von uns eingesetzte SAP Solution Manager zusätzlich wichtige Informationen für das SAP-Betriebsteam, um einen sicheren SAP-Betrieb zu gewährleisten“, erläutert Rainer Gundacker den parallelen Einsatz der beiden Monitoring-Systeme. Grund hierfür ist die notwendige Gesamtsicht in die vom Endanwender erlebte Performance einzelner SAP-Transaktionen, für die ja nicht nur die Performance des SAP-Kernsystems, sondern auch zahlreicher Nicht-SAP-Komponenten, wie z.B. WAN-Verbindungen maßgeblich sind.
In der Endphase des Projekts ist ein synthetisches EUE-Monitoring für 50 Verfahren mit jeweils ca. zehn Referenz-Transaktionen sowie ein Real User Monitoring für 20 Premium-Verfahren (geschäftskritische Applikationen) für alle ca. 100.000 BA-Anwender an 190 Standorten geplant.
Bei der Umsetzung des Erweiterungsprojekts setzt die BA auf die bereits bewährte Aufgabenteilung zwischen den beteiligten Projektpartnern: T-Systems übernimmt das die Generalunternehmerschaft, Compuware liefert die Softwarelösungen für das neue Performance Monitoring System und amasol arbeitet an der notwendigen Integration und ist dabei für das Erstellen der entsprechenden Konzepte und notwendigen Vorlagen (Templates) verantwortlich.
Bundesagentur für Arbeit (BA)
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist größter Dienstleister am Arbeitsmarkt. Als Körperschaft des Öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung führt sie ihre Aufgaben, im Rahmen des für sie geltenden Rechts, eigenverantwortlich durch.
Die BA gliedert sich in
– die Zentrale in Nürnberg
– 10 Regionaldirektionen
– 156 Agenturen für Arbeit (*und
– gut 600 Geschäftsstellen und
– sieben besondere Dienststellen
Weitere Informationen unter:
http://www.grohmann-business-consulting.de