Bürokratieabbau bei Sozialabgaben gefordert

Zur Entlastung kleinerer und mittlerer Betriebe regt die Mittelstandsvereinigung des Kreises Segeberg (MIT) eine Änderung bei der Veranlagung der Sozialbeiträge an. Kreisvorsitzender Hans-Peter Küchenmeister fordert die Bundesregierung auf, die vorgezogene Fälligkeit der Beiträge zur Sozialversicherung umgehend zurückzunehmen.

Angesichts der leeren Rentenkassen wurde 2006 die vorgezogene Beitragsfälligkeit für alle Zweige der Sozialversicherung mit dem Versprechen gegenüber der Wirtschaft eingeführt, diese bei entsprechender Kassenlage zurückzunehmen. Die Kassen weisen aktuell Liquidität in hohen zweistelligen Milliardenbeträgen aus. Damit ist die damalige Argumentationsgrundlage entfallen.

Die vorgezogene Beitragsfälligkeit ist mit erheblicher Verwaltungsmehrarbeit in den Unternehmen und bei den Steuerberatern und damit zusätzlichen Kosten verbunden. Jede Lohnabrechnung muss zweimal bearbeitet werden. Würden die Kosten realistisch mit nur einem Euro je Lohnabrechnung veranschlagt, ergäbe dies bei bundesweit 40 Mio. Beschäftigten eine Kostenentlastung der Arbeitgeber von nahezu einer halben Mrd. Euro p. a. Hiervon dürfte etwa die Hälfte als Steuereinnahme an den Staat zurück fließen.

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