Im Rahmen des Rehabilitationskonzeptes werden die Teilnehmer im BTZ erfolgreich von psychosozialen Fachkräften, beruflichen Fachtrainern und Ergotherapeuten unterstützt. Die Einrichtung wirbt zudem übergreifend für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Damit ist das BTZ Teil der größten Veranstaltungsreihe Deutschlands, die bereits im fünften Jahr von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt wird.
Anlässlich der Preisverleihung hob Theo Küke hervor: „Im BTZ erhalten betroffene Menschen eine beispielhafte und bestmögliche Unterstützung auf dem Weg der beruflichen Rehabilitation. Hier können sie ihre Perspektive im Job zuverlässig überprüfen und verlorene Fertigkeiten und Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt zurückgewinnen.“
Barbara Mikus vom BTZ kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind stolz, mit unserer Arbeit ein ‚Ausgewählter Ort 2010‘ im Land der Ideen zu sein. Seit 15 Jahren engagieren wir uns für den Wiedereinstieg von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in das Berufsleben, einhergehend mit dem Kampf gegen eine Stigmatisierung der Betroffenen. Die Auszeichnung bestätigt uns in unserem Handeln und ist zugleich Ansporn für die Zukunft.“
Um die Gleichstellung von beeinträchtigten Menschen ging es auch in dem Festvortrag von Gitta Lampersbach vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. „Die UN-Behindertenrechtskonvention darf nicht auf dem Papier stehen bleiben, sondern sie muss umgesetzt, gestaltet und vor allem gelebt werden“, so Gitta Lampersbach. Sie würdigte die Arbeit des BTZ als beispielhafte Umsetzung für gelebte Integration.
Doch nicht nur die Festredner kamen bei den Feierlichkeiten zu dem 15-jährigen Jubiläum und der Preisverleihung zu Wort. In einem Podiumsgespräch, moderiert von Radio Hochstift Moderatorin Susanne Stork, gaben ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Arbeitgeber bereitwillig Auskunft über ihre Erfahrungen mit der Integration in das Arbeitsleben und riefen dazu auf, betroffenen Personen mehr Chancen zu geben. „In den Menschen stecken viele Potenziale. Eingesetzt in das richtige Arbeitsumfeld, sind sie eine wertvolle Arbeitskraft für das Unternehmen“, so Rudolf Schwarz von der Firma HKS Systeme GmbH aus Paderborn, die seit über zehn Jahren einen ehemaligen Teilnehmer des BTZ beschäftigen.
Aus mehr als 2.200 eingereichten Bewerbungen überzeugte „Zurück zum Beruf!“ die unabhängige Jury und zählt damit zu den 365 Preisträgern, die mit ihren zukunftsfähigen Ideen Deutschland als das „Land der Ideen“ repräsentieren. „Die ‚Ausgewählten Orte 2010‘ zeigen auf vielfältige Weise die Innovations- und Gestaltungskraft Deutschlands. Jeden Tag sehen wir, wie durch das enorme Potenzial, das hier in der Region steckt, das bundesweite Netzwerk an Ideen wächst“, begründete Theo Küke das Engagement der Deutschen Bank.