British American Tobacco konsolidiert Zigarettenherstellung in Europa

Konzern reagiert auf Ãœberkapazität –
Produktionsvolumen aus Bayreuth wird an ausländische Werke verlagert.
Standort bleibt erhalten.

Die British American Tobacco (Germany) GmbH gibt heute
Veränderungen bezüglich des Produktionsstandortes in Bayreuth
bekannt.

Als Ergebnis einer strategischen Überprüfung der
Produktionskapazitäten in Westeuropa hat die British American Tobacco
Gruppe entschieden, die Produktionsvolumina zu bündeln, um
Überkapazitäten abzubauen und sich an die veränderten
Marktbedingungen in Westeuropa anzupassen. Im Jahr 2015 hat das
Unternehmen in Westeuropa 23 Milliarden Zigaretten weniger verkauft
als im Jahr 2011. Dies entspricht einem Rückgang von 17 Prozent.

Deshalb werden die bisher in Bayreuth produzierten Volumen für
Fertigzigaretten und ausgewählte Halbfabrikate bis Ende 2017 an die
British American Tobacco Fabriken in Polen, Ungarn, Rumänien und
Kroatien übertragen. Die Verlagerung der verbleibenden
Export-Halbfabrikate soll voraussichtlich bis Mitte 2018
abgeschlossen sein. Diese Veränderungen werden zu einem Stellenabbau
von rund 950 Arbeitsplätzen im Werk in Bayreuth führen.

„Die Entscheidung, die Zigarettenfertigung in Bayreuth
einzustellen, ist das Ergebnis einer sorgfältigen Analyse der
Produktionskapazitäten in Westeuropa. Wir sind uns der Konsequenzen
dieser Entscheidungen bewusst, aber in Anbetracht der aktuellen
Marktbedingungen sind diese schmerzhaften Anpassungen notwendig, um
sicherzustellen, dass British American Tobacco wettbewerbsfähig
bleibt. Gleichzeitig haben wird es geschafft, für den Standort eine
Zukunftsperspektive zu entwickeln“, erklärte Ralf Wittenberg,
Sprecher der deutschen Geschäftsführung.

Rund 370 Arbeitsplätze werden am Standort Bayreuth, wo die
Produktion von DIET (Dry Ice Expanded Tobacco), Stopftabak (Make Your
Own) sowie Casing & Flavour fortgesetzt wird, erhalten bleiben. Dies
inkludiert die Bereiche Product Centre Europe sowie das Regional
Engineering Western Europe, welche nicht Bestandteil der
strategischen Überprüfung waren und sind somit nicht betroffen sind.

„Wir setzen jetzt alles daran, in einem konstruktiven Dialog mit
den Arbeitnehmervertretern eine faire Lösung für die betroffenen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. In enger Zusammenarbeit
mit dem Standort in Bayreuth werden wir das Geschäft wie bisher von
unserer Zentrale aus in Hamburg steuern“, erklärte Ralf Wittenberg.

Das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld in Verbindung mit
massiver Tabakregulierung und zahlreichen Tabaksteuererhöhungen in
einigen Ländern haben dazu geführt, dass der Absatz versteuerter
Zigaretten in Westeuropa in den vergangenen Jahren stark eingebrochen
und der Konsum von nichtversteuerten Zigaretten angestiegen ist.

Die British American Tobacco (Germany) GmbH ist ein
Tochterunternehmen von British American Tobacco p.l.c., dem global
zweitgrößten privatwirtschaftlichen Hersteller von Tabakprodukten.
Das Unternehmen produziert in 44 Fabriken in 41 Ländern und
beschäftigt rund 50.000 Mitarbeiter. In Deutschland hat British
American Tobacco einen Marktanteil von gut 17 Prozent am gesamten
Tabakmarkt. Marken des Unternehmens sind u.a. Lucky Strike, Pall
Mall, Dunhill, Vogue, HB, Lord, Prince, Samson, Javaanse Jongens,
Schwarzer Krauser und Vype.

Kontakt:
British American Tobacco (Industrie) GmbH
Karin Schlömer, Head of Corporate Affairs
Tel. +49 (0) 40 4151-2558, E-mail: karin_schloemer@bat.com
www.bat.de