Brasilianischer Bürokratie-Dschungel führt zu erhöhten Kosten für deutsche Investoren

Deutschland ist hinter China, den USA, Argentinien und den Niederlanden der größte Handelspartner für Brasilien. Im Jahr 2011 betrugen die deutschen Direktinvestitionen in Brasilien US$1,1 Milliarden, so dass die Summe der deutschen Investitionen inklusive Re-Investitionen sich nun gemäß Bundesstelle für Außenhandelsinformationen auf insgesamt US$ 25 Milliarden beläuft. Die ungefähr 1.400 deutsch-brasilianischen Unternehmen zählen circa 250.000 Beschäftigte. São Paulo mit seinen fast 900 deutschen Unternehmen, hat eine der größten Ansammlungen deutscher Unternehmen außerhalb von Deutschland.
Obwohl Brasilien Südamerikas wirtschaftliche Drehscheibe bleibt, müssen deutsche Unternehmen darauf eingestellt sein, sich in einer wesentlich komplexeren Geschäftumgebung wieder zu finden, als in der Heimat.
Thomaz Favaro, Brailienexperte von Control Risks und einer der Autoren des Berichtes erklärt:
„Die Regierungskoalition von Präsidentin Dilma Rousseff leidet unter allerlei internen Spannungen. Dringend notwendige Reformen werden daher nur sehr langsam Fortschritte machen. Für Investoren bedeutet der brasilianische Bürokratiedschungel enorme Verwaltungskosten und Verspätungen der Geschäftsprozesse.“

Hans Jürgen Stephan, Geschäftsführer von Control Risks Deutschland, fügt hinzu: „Deutsche Unternehmen müssen sich bewusst werden in welche Sektoren eine strategische Bedeutung für die Regierung haben und welche Auswirkungen geänderte Regularien für ihr Geschäft haben. Sie müssen eine Strategie entwickeln, wie sie sich gegen mögliche negative Auswirkungen staatlicher Interventionen absichern. Auch eine ausführliche Due Diligence von potenziellen Geschäftspartnern gehört hier dazu.”

Nur wenn deutsche Investoren einen ganzheitlichen Ansatz in ihrem Risikomanagement verfolgen, würden sie einen Wettbewerbsvorteil erzielen und die Chancen, die Brasilien bietet, voll auskosten können.

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