
(München, Nov. 2016). Alfred Sauter, Günther Beckstein und Florian Streibl hießen die prominenten Key-Note-Speaker, die in den letzten Jahren die anerkannte Fortbildungsveranstaltung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau schon offiziell eröffnet hatten. Aber zum kleinen Jubiläum sollte keine politische Größe das Grußwort sprechen, sondern ein anerkannter Brandschutz-Experte. Deshalb begrüßte Prof. Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Ronald Goertz, Bergische Universität Wuppertal, die zahlreichen Gäste. Als ehemaliger leitender Branddirektor weiß er auch heute noch genau, wo im Brandschutz-Alltag die Probleme liegen. Anschließend zeigten die eloquenten Referenten vor den rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum eindrucksvoll, warum sie zu den Koryphäen in ihrem Bereich gehören: Fachtheoretisch „on top“ und gleichzeitig immer den praxisbezogenen Wissenstransfer im Blick.
Vom Sicherheitstreppenraum über die Notwendigkeit der Funkkommunikation aus Sicht der Feuerwehr in den unterschiedlichen Gebäudeklassen bzw. Sonderbauten bis hin zur erheblichen Gefahr als Grenze für den Bestandsschutz von baulichen Anlagen: So vielschichtig wie der vorbeugende bauliche Brandschutz waren auch die Vortragsthemen in diesem Jahr. Und als besonderes Highlight gab es Aktuelles von der Obersten Baubehörde – vorgetragen von Herrn Ministerialrat Martin van Hazebrouck. Top-Infos aus erster Hand! Zudem konnten Fragen nicht nur unmittelbar vor Ort mündlich, sondern bereits auch im Vorfeld schriftlich gestellt werden. Darüber hinaus wurde erneut engagiert und manchmal auch sehr emotional über die entscheidenden Themen des Brandschutzes diskutiert. Ãœbereinstimmung bestand darin, dass die bundesweit bekannten „Problem-Baustellen“ ein Indiz dafür seien, dass der bauliche Brandschutz mehr denn je praxisorientierter Lösungsansätze bedürfe, wobei die Sicherheitskultur in diesem Zusammenhang selbstredend nicht aus den Augen verloren werden könne. Bevor man sich zum fundierten Meinungs-austausch beim ersten „After Forum-Networking“ traf, wurde als Abschluss des offiziellen Teils verkündet, dass die „ZÃœNDENDE IDEE 2017“ am 17.11.17 verliehen werde. Der neue Award für den vorbeugenden baulichen Brandschutz in Deutschland wird mit 4.000 EUR (Platz 1), 2.000 EUR (Platz 2) und 1.000 EUR (Platz 3) dotiert sein. Schön zu wissen, dass Innovationen in diesem Bereich auch monetär adäquat gewürdigt werden. Man darf schon heute auf die ersten Preisträger gespannt sein.