„Bonn ist ein Wirtschaftsstandort erster Güte und hat den Strukturwandel vom Behörden- zum Dienstleistungsstandort seit dem Bonn-Berlin-Beschluss hervorragend bewältigt.“ So kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille die Spitzenposition der Bundesstadt bei der NRW-Wirtschaftsleistung im Regionalvergleich, die heute veröffentlicht wurde. Die Wirtschaftsleistung des Landes Nordrhein-Westfalen durch das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen lag im Jahr 2012 bei 65.964 Euro je Erwerbstätigen. Laut Information und Technik Nordrhein-Westfalen (statistisches Landesamt) erreichte die Stadt Bonn mit 83.394 Euro je Erwerbstätigen den höchsten Wert unter den 22 kreisfreien Städten und 31 Kreisen des Landes. Der Rhein-Sieg-Kreis lag mit 69.163 auch noch deutlich über dem Landesdurchschnitt von 65.964.
Hille: „Bonn zieht mit den Konzernzentralen der Dax-Konzerne, aber auch mit einem leistungsfähigen Mittelstand viele Fach- und Führungskräfte an. Daneben stellt Bonn landesweit den höchsten Anteil an Beschäftigten mit Hochschulabschluss.“ Die Stadt komme aber bei Gewerbe- und Wohnflächen an ihre Wachstumsgrenzen. „Wir brauchen eine Diskussion und eine Strategie, wie die Region hier in Zukunft weiter wachsen kann. Die regionale Zusammenarbeit muss intensiviert werden; das Marketing verstärkt werden“, so Hille. Wichtig seien auch weitere Investitionen im Bildungsbereich, um dem drohenden Fachkräftemangel frühzeitig entgegen zu wirken.“