–Börse Online—Interview mit Schalke-Trainer Felix Magath: „Ich bin aktienorientiert“

FC Bayern ist Meisterschaftsfavorit / Schalke
hat die Chance, in den nächsten drei Jahren Meister zu werden /
„Trotz Neuverpflichtungen habe ich die Kosten um 20 Prozent gedrückt“
/ Bei der persönlichen Geldanlage Aktien favorisiert / Von
Fußballaktien „würde ich die Finger lassen“

Schalke-Trainer Felix Magath tippt darauf, dass der FC Bayern in
dieser Saison erneut Deutscher Meister wird. Sein Klub Schalke 04
habe es schwer, er müsse viele neue Spieler eingliedern, sagte Magath
im Interview mit dem Anlegermagazin –Börse Online– (Ausgabe 39/2010,
EVT 23. September). Längerfristig betrachtet ist der Ex-Profi aber
optimistisch: „Wir haben uns auf jeden Fall so verstärkt, dass wir in
den nächsten drei Jahren Meister werden können.“ Zu diesem Ziel stehe
er.

Es sei wichtig, dass wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg in
Einklang gebracht werde, so Magath. „Das war in Schalke nicht immer
so. Trotz Neuverpflichtungen habe ich die Kosten um 20 Prozent
gedrückt.“ Er gehe zwar Risiken ein, aber überschaubare.

Bei seiner persönlichen Geldanlage bevorzugt Magath
Dividendentitel: „Ich bin aktienorientiert.“ Zwei Drittel seines
Kapitals habe er in Aktien, den Rest in Immobilien und Edelmetallen
investiert. Dabei sieht er sich nicht als spekulativen Anleger. „Ich
halte nichts davon, Aktien generell als risikoreich einzuordnen“,
meinte er im –Börse Online—Interview.

Zur Aktienanlage kam Magath Anfang der 80er-Jahre, als er beim
Hamburger Sportverein spielte und im Umfeld der Spieler ein
Aktienklub gegründet wurde. Die erste Aktie, die er kaufte, war von
AEG – obwohl das Elektrounternehmen damals von Insolvenz bedroht war.
„Ich dachte mir, Politik und Öffentlichkeit werden es nicht zulassen,
dass eine Firma mit 100.000 Angestellten pleite geht.“ Weil er mit
dieser Spekulation erfolgreich war, habe er weiter Aktien gekauft.

Magath ist der Aktienanlage auch treu geblieben, obwohl er am
Neuen Markt Geld verlor: „Ich bin dabei geblieben, weil ich der
Ansicht bin, dass Aktien langfristig die beste Geldanlage sind“,
erklärte er gegenüber –Börse Online–. Die Finanzkrise habe er einfach
ausgesessen und nach einiger Zeit zu tieferen Kursen nachgekauft.

Von Fussballaktien hält Magath wenig. Als Fussballtrainer dürfe er
ohnehin keine besitzen, um sich nicht dem Verdacht der Manipulation
auszusetzen. „Selbst wenn es erlaubt wäre, würde ich aber die Finger
davon lassen.“

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