BGA: Wachstumstreiber China beflügelt deutsche Exporte

„Der deutsche Außenhandel hat ein fulminantes
Halbjahresergebnis vorgelegt. Die Erholung bei den Exporten und
Importen übertrifft alle Erwartungen. Die Ausfuhren stiegen im ersten
Halbjahr um 18 und die Einfuhren um knapp 17 Prozent. Trotz dieser
erfreulichen Leistung konnte der dramatische Einbruch bei den
Ausfuhren im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von 23 Prozent noch nicht
wettgemacht werden. Der Handel mit den EU-Staaten gewinnt weiter an
Fahrt, eindeutiger Wachstumstreiber bleiben weiterhin die
Schwellenländer. Allen voran ist hier China zu nennen, das sich schon
jetzt zum wichtigsten Beschaffungsmarkt entwickelt hat und sich
anschickt, auch bald wichtigster Absatzmarkt für deutsche Produkte
außerhalb der EU zu werden. Setzt sich diese positive Entwicklung
fort, so werden wir das Vorkrisenniveau schneller erreichen als
erwartet.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des
Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V.
(BGA), zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten
Außenhandelszahlen für Juni 2010.

Demnach wurden im Juni Waren im Wert von 86,5 Milliarden Euro
exportiert und Waren im Wert von 72,4 Milliarden Euro importiert. Der
Außenbeitrag stieg damit auf 9,7 Milliarden Euro an. Damit stiegen im
Vorjahresvergleich die deutschen Ausfuhren insgesamt um 28,5 Prozent
und die Einfuhren um 31,7 Prozent. Der Außenbeitrag für Juni 2010
beläuft sich somit auf 14,1 Milliarden Euro und übersteigt den
Vorjahreswert um 13 Prozent.

„Es bleibt die Frage der Tragfähigkeit des Aufschwungs. Die
aktuelle Entwicklung bei den Auftragseingängen stimmt uns hier jedoch
optimistisch. Gleichzeitig wird der Aufschwung von gestiegenen
Wechselkursrisiken begleitet. Die starken Schwankungen des Euro
gegenüber dem Dollar verteuern eine Wechselkursabsicherung und damit
beispielsweise auch die Beschaffung von Rohstoffen im Ausland.
Parallel zur außenwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit dürfen wir die
Stärkung der Binnenkonjunktur jedoch keinesfalls vernachlässigen. Die
Erhöhung von Steuern und Abgaben bewirken hier das Gegenteil“, so
Börner abschließend.

30, Berlin, 9. August 2010

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