„Nach mehrjähriger Pause läuft der Großhandel rund.
Der kräftige Umsatzsprung ist ein gutes Vorzeichen und lässt eine
gute Konjunkturentwicklung trotz aller Widrigkeiten erwarten. Nicht
nur der Handel mit Konsumgütern zeigt sich weiterhin robust, sondern
auch für den Handel mit Maschinen, Halbwaren und Rohstoffen hat sich
die Lage deutlich verbessert. Die Binnenkonjunktur wird eindeutig
wieder stärker von wettbewerbssteigernden Investitionen getragen.
Hinzu kommt die Modernisierung der Infrastruktur von Straße und
Schiene sowie in den Kommunen.“ Dies erklärt Anton F. Börner,
Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen (BGA), zur heutigen Veröffentlichung der aktuellen
Umsatzentwicklung im Großhandel durch das Statistische Bundesamt in
Wiesbaden. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes
erwirtschafteten die deutschen Großhändler im ersten Halbjahr 2017
nominal 5,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich konnten
sie auch real mehr Waren verkaufen – insgesamt 2,3 Prozent. Im
gesamten zweiten Quartal stiegen die Umsätze nominal 3,5 Prozent und
real um 0,6 Prozent. Dabei sind im Juli die Umsätze zwar um 0,9
Prozent nominal gestiegen, aber real um ein Prozent gesunken. „Ein
Wermutstropfen dieser Aufwärtsentwicklung im Großhandel sind die
anziehenden Preise. EZB-Präsident Draghi wird dies freuen. Nun wird
es Zeit, die Politik des billigen Geldes endlich auslaufen zu lassen,
die aufgeblähte EZB-Bilanz ist eine Hypothek mit vielen Unbekannten
für die Zukunft. Die Politik sollte den Druck erhöhen, die Luft
kontrolliert wieder abzulassen, so dass wieder ein vertretbares
Gleichgewicht aus Gegenwartskonsum und Zukunftsvorsorge an die Stelle
von reinem Geldausgeben tritt“, so Börner abschließend. 38, Berlin,
4. September 2017
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