„Der Großhandel fährt auf der Ãœberholspur. Die
kräftigen Umsatzsteigerungen sind dabei symptomatisch für die derzeit
allgemein gute Konjunkturlage. Maßgeblich zu dieser Entwicklung trägt
der Wachstumsmotor Außenhandel bei. Aufgabe der Politik ist es nun,
die Binnenkonjunktur durch investitionsfördernde Maßnahmen zu stärken
und diese Entwicklung zu verstetigen.“ Dies erklärt Anton F. Börner,
Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen e.V. in Berlin zu der heute vom statistischen
Bundesamt vorgelegten Umsatzentwicklung im Großhandel für das zweite
Quartal 2010.
Der Großhandel hat im zweiten Quartal 2010 nominal um 12,2 Prozent
und real um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zulegen
können. Im Juni stiegen die Umsätze nominal um 15,1 Prozent und real
um 10,3 Prozent. Der Konsumgüterhandel, der sich während der gesamten
Krise als stabilisierender Wirtschaftsbereich auszeichnete, konnte
mit einem Zuwachs von nominal 6,6 Prozent und real 4,9 Prozent im
zweiten Quartal abermals eine Umsatzsteigerung vorweisen. Innerhalb
des Produktionsverbindungshandels weisen die deutlichen
Umsatzsteigerungen ebenfalls auf die Ãœberwindung der Finanz- und
Wirtschaftskrise hin. In diesem Bereich kam es im zweiten Quartal zu
Umsatzzuwächsen von nominal 17,1 Prozent und real 8,9 Prozent.
„Der Groß- und Außenhandel bewährt sich als Wachstumsträger. Dies
belegt die wiederholte und verstärkte Umsatzsteigerung im zweiten
Quartal 2010. Die positive Entwicklung, die in besonderem Maße vom
Außenhandel getragen wird, wird jedoch von gestiegenen
Wechselkursrisiken begleitet. So verteuern die starken Schwankungen
des Euro gegenüber dem Dollar eine Wechselkursabsicherung und damit
auch die Beschaffung von Rohstoffen zusätzlich. Für die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr ist der BGA
aufgrund der gestiegenen Investitionstätigkeit und des weiterhin
stabilen Preisniveaus, wodurch die Kaufkraft der Verbraucher gestärkt
wird, zuversichtlich“, so Börner abschließend.
29, Berlin, 30. Juli 2010
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