„Nach einem exorbitanten ersten Halbjahr ist im
deutschen Außenhandel von Sommerpause keine Spur. Auch wenn die
Rekordwerte des Vormonats nicht erreicht werden konnten, belegen die
Zahlen eine große Stabilität. Weiterhin gehen von allen Regionen der
Welt Impulse für die deutsche Wirtschaft aus. Eindeutiger
Wachstumstreiber bleiben die Schwellenländer. “Made in Germany“ ist
in allen Bereichen gefragt. In einem besonderen Maße profitiert
erneut der Automobilsektor von diesem Aufschwung.“ Dies erklärt Anton
F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen e. V. (BGA), zu den heute vom Statistischen
Bundesamt veröffentlichten Außenhandelszahlen für Juli 2010.
Demnach wurden im Juli Waren im Wert von 83 Milliarden Euro
exportiert und Waren im Wert von 69,5 Milliarden Euro importiert.
Damit stiegen im Vorjahresvergleich die deutschen Ausfuhren insgesamt
um 18,7 Prozent und die Einfuhren um 24,9 Prozent. Der Außenbeitrag
stieg damit auf 13,5 Milliarden Euro an.
„Es bleibt die Frage der Nachhaltigkeit des Aufschwungs. In
Anbetracht der Entwicklung der Auftragseingänge sind wir hier jedoch
auch für die nächsten Monate optimistisch. Sowohl der Chemiesektor,
der Maschinen- und Anlagenbau als auch die Elektroindustrie
profitieren gleichermaßen von der hochtourigen Weltkonjunktur. Auch
wenn die hohen Wachstumsraten des ersten Halbjahres nicht gehalten
werden können, so stellen wir fest, dass sich die Unternehmen trotz
einiger Unsicherheiten derzeit in Aufbruchstimmung befinden. Der
gesamtwirtschaftliche Aufschwung wird in allererster Linie vom
Außenhandel getragen. Das Exportmodell Deutschland hat sich bewährt
und wir müssen es sogar weiter stärken. Die Sicherstellung der
Exportfinanzierung spielt hierbei eine entscheidende Rolle, die im
Rahmen der Basel-III-Diskussion bisher nur unzureichend
berücksichtigt wurde“, so Börner abschließend.
35, Berlin, 8. September 2010
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