
Sehr oft werde verkannt, wie schwierig es für einen Senior oder eine Seniorin sei, einen Salon, den sie selbst über viele Jahre geleitet hätten, plötzlich in andere Hände geben zu müssen.
Der Unternehmensberater berichtete andererseits davon, dass es häufig zu Störungen käme, weil es sich die Nachfolger – auch aus der eigenen Familie – dann doch anders überlegen würden. In einem Falle habe er erlebt, dass vier mögliche Nachfolger nacheinander abgesprungen waren und der über siebzigjährige Altinhaber immer noch am Stuhl stehen musste.
„Die Kinder sehen den Stress ihrer Eltern und fragen sich dann, warum muss ich mir das antun – und das angesichts immer schärferer Konkurrenz und sinkender Einnahmen“, erklärte Betriebspsychologe von Hein. „Sobald ihnen ein Angebot für eine Stelle in der Industrie mit geregelter Arbeits- und Urlaubszeit vorliegt, springen sie häufig ab.“
Dagegen helfe nur rechtzeitige Einbindung der Nachfolgenden und sorgfältige Planung. Erfahrungsgemäß sollte etwa fünf Jahre vor der ins Auge gefassten Übergabe damit begonnen werden, die Nachfolge konkret vorzubereiten.
Landesinnungsmeister Meyer bedankte sich herzlich für den anregenden Vortrag und bestätigte, dass er einige der angesprochenen Beispielfälle auch schon erlebt hätte. Dr. von Hein sei mit dem niedersächsischen Landesinnungsverband seit Jahren verbunden und könne seine Betriebsberatungen auch über den Zentralverband des deutschen Handwerks fördern lassen. Für betriebswirtschaftliche Fragen stehe ihm Herr Dennis Wolfram aus Hannover zur Seite, der ebenfalls anwesend war. Nähere Informationen gäbe es unter www.jvhein.de
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