Kuba wirbt um Investitionen von Exil-Kubanern in den USA. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ meldet, vollzieht das Castro-Regime damit eine revolutionäre Kehrtwende seiner Wirtschaftspolitik und schickt seine Vertreter auf Werbetour. Kubas Konsul in Washington, Llanio Gonzáles, erläuterte seinen Landsleuten in Florida kürzlich, Exil-Kubaner dürften künftig erstmals in ihrer alten Heimat investieren und Immobilien erwerben. Bisher wurden die Exilanten als „Knechte des Imperialismus“ verhöhnt. Das US-Embargo erlaubte ihnen zudem keine Wirtschaftsaktivität auf der Insel. Um das zu umgehen, bietet Kuba den 2,5 Millionen Republikflüchtlingen die Wiedereinbürgerung, doppelte Staatsbürgerschaft und ein dreimonatiges Aufenthaltsrecht an. Die Neuerung soll Kapital nach Kuba locken. Die seit 2010 eingeleiteten Reformen zeigen offenbar nicht die gewünschte Wirkung: Die Wirtschaft liegt brach, Kuba muss weiterhin rund 80 Prozent seines Lebensmittelbedarfs importieren.
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