Benkenwood GmbHübernimmt ehemaliges Swedwood-Gelände

Haseloff: „Ich bin sehr froh, dass wir es
geschafft haben, den Standort Gardelegen zu sichern“

„Sofort nach der Ankündigung der beabsichtigen Schließung des
Swedwood-Standortes in Gardelegen sind wir auf Investorensuche
gegangen und haben gleichzeitig eine Transfergesellschaft für die von
der Schließung betroffenen Arbeitnehmer eingerichtet. Ich bin sehr
froh darüber, dass wir es geschafft haben, die Benkenwood GmbH nach
Gardelegen zu holen. Wir haben damit unser Ziel erreicht, den
Standort zu sichern und den Beschäftigten eine Perspektive
aufzuzeigen. Die heutige Inbetriebnahme der Forschungs- und
Entwicklungswerkstatt ist erst der Beginn der Aktivierung des alten
Swedwood-Standortes. Im Ergebnis der Benkenwood-Aktivitäten wird hier
in Gardelegen wieder eine große, holzaffine Produktionsstätte ihre
Arbeit aufnehmen. Es wird weitere umfangreiche und zukunftsweisende
Investitionen geben, und es werden wieder bis zu 120 Mitarbeiter an
diesem Standort arbeiten. Damit ist uns in der Tat die Sicherung des
Standortes gelungen.“

Das sagte heute Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff bei der
Eröffnung der Entwicklungswerkstatt der Benkenwood Gardelegen GmbH
auf dem ehemaligen Swedwood-Gelände in Gardelegen (Altmarkkreis
Salzwedel). Minister Haseloff, der sich von Anfang an persönlich für
den Standort eingesetzt hatte, überreichte dem Gesellschafter der
Benkenwood GmbH, Andreas Benken, einen Fördermittelbescheid zur
Unterstützung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Zugleich
brachte er die Botschaft mit, dass das Wirtschaftsministerium bereits
auch ein positives Votum zum Förderantrag der Benkenwood GmbH zur
Errichtung der neuen Produktionsstätte abgegeben habe, in die das
Unternehmen 44 Millionen Euro investieren will. Im nächsten Jahr
werde er den offiziellen Förderbescheid der Investitionsbank auch für
diese Investition übergeben. Auf diese Weise gäbe es am Standort eine
optimale Verknüpfung von Innovation und Produktion, so der Minister.

Die Benkenwood GmbH, mit dessen Gesellschafter Benken das
Wirtschaftsministerium und die Investitions- und
Marketinggesellschaft des Landes bereits seit mehr als einem Jahr in
Kontakt stehen, ist eine Neugründung. Sie verfügt aber über enge
Kooperationskontakte zu großen holzverarbeitenden Industrien. Benken
lobte das Engagement von Land und Stadt und bedankte sich für die
außerordentliche Kooperationsbereitschaft: „Der Wille zum Erfolg ist
hier überall vorhanden“, sagte der Geschäftsführer. Benken ist
Kaufmann in Hamburg, Immobilienentwickler und Investor mit
langjährigen Erfahrungen auch in Übersee und Osteuropa.

Für die Forschungs- und Entwicklungswerkstatt in Gardelegen werden
insgesamt 2,7 Millionen Euro investiert. Bereits heute arbeiten hier
14 Holz- und Computer-Experten, dazu noch elf kaufmännische
Angestellte und Wachleute. Ziel der Forschungs- und
Entwicklungswerkstatt sei es, so Benken, das Produkt Brettsperrholz
(X-Lam) weiter zu optimieren und es zum flexiblen,
zukunftsorientierten Bausystem mit überragenden ökologischen
Vorteilen zu machen. Benken: „Die statischen und dynamischen
Eigenschaften der X-Lam-Elemente sollen weiter verbessert, die
bauphysikalischen Eigenschaften optimiert, der Brandwiderstand
gesteigert und die Baukastensysteme so erweitert werden, dass die
Elemente für Einfamilienhäuser genauso einsetzbar sind wie für große
Wohnhäuser, Kommunalbauten, Fabrikhallen und Wirtschaftsgebäude.
Häuser mit bis zu zwölf Stockwerken sollen in X-Lam-Bauweise möglich
werden. Für das Forschungsprojekt arbeitet Benkenwood mit der
Universität Stuttgart und Instituten in Schweden und in der Slowakei
zusammen.“

Parallel dazu werden in den ehemaligen Werkshallen der Swedwood
GmbH die neuen Produktionsanlagen für die Fertigung der X-Lam-Platten
installiert. Im Sommer 2011 soll hier im ersten Bauabschnitt die
Produktion mit insgesamt 60 Mitarbeitern beginnen. Dabei werden aus
geleimten und gepressten Vollholzbrettern Platten hergestellt, die
bis zu 31 Zentimeter dick, bis zu 3,20 Meter breit und bis zu 14
Meter lang sein werden. In diese Platten können noch in der Fabrik
Öffnungen für Türen und Fenster geschnitten werden. Diese Elemente
können dann auf der Baustelle sehr schnell montiert werden. Im Herbst
2011 wird Benkenwood auf der 16 Hektar großen Erweiterungsfläche
hinter den jetzigen Werkshallen im zweiten Bauabschnitt weitere
Produktionskapazitäten errichten. Dieses Gelände wird derzeit von der
Stadt Gardelegen mit Unterstützung des Landes durch Straßen und neue
Brücken erschlossen. Auf dem Gelände wird auch das neue
Verwaltungsgebäude von Benkenwood entstehen.

Um die Attraktivität des Standorts Sachsen-Anhalt weiter zu
fördern, plant Benken gemeinsam mit anderen Unternehmern aus der
Branche, in Gardelegen eine „Holz-Akademie“ zu gründen, eine
firmenunabhängige, übergreifende Einrichtung, die Handwerker schulen,
ein überregionales Marketing entwickeln, sowie Kongresse und
Fortbildungen organisieren soll. Als Kooperationspartner und
Holzlieferanten für die angestrebte Menge von 40.000 Kubikmeter
Brettsperrholz pro Jahr hat Benken unter anderem die Klenk Holz AG im
schwäbischen Oberrot gewonnen, eines der führenden Holzunternehmen in
Europa.

Kontakt:
Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH
Pressesprecherin
Frauke Flenker-Manthey
Am Alten Theater 6
39104 Magdeburg

Tel.: 0391 5677076
Fax: 0391 5677081
Mobil:0151 52626469