Kaum etwas ändert sich so dynamisch wie
Cyber-Gruppierungen: Sie entstehen, pausieren, schließen sich neu zusammen,
lösen sich auf und nutzen ständig neue Tools und Taktiken. Michael Sentonas, VP
of Technology Strategy bei CrowdStrike, hat deshalb die fünf wahrscheinlichsten
Entwicklungen zusammengefasst, die Unternehmen im nächsten Jahr begegnen
könnten. Er fokussiert sich hierbei auf die Angriffsmethoden, die am ehesten
genutzt werden und gibt Anhaltspunkte, wie sich Unternehmen gegen diese Art von
Angriffen schützen können.
Gezielte Ransomware-Angriffe auf Unternehmen nehmen zu
Ransomware verfolgte bisher eher das Ziel, Privatleute um ihr Geld zu bringen.
Seit einiger Zeit hat dieser Angriffsvektor jedoch neue
Monetarisierungsmöglichkeiten entdeckt und Hacker erpressen vermehrt hohe
Lösegeldsummen von Unternehmen. Angreifer haben erkannt, dass Unternehmen und
Regierungen wertvolle Informationen, mehr Geld für Lösegeldzahlungen und oft
eine unzureichende Cyber-Hygiene haben. Bereits 2019 legten Hacker in den USA
über 70 staatliche und lokale Regierungen mit Ransomware lahm. Die
Ryuk-Ransomware traf Hunderte Schulen. Mehrere US-Organisationen berichteten
außerdem von Lösegeldzahlungen in einer Größenordnung von Hunderttausenden bis
fast einer halben Million US-Dollar. Hacker weltweit beobachten diese
Entwicklung und erkennen, wie lukrativ Ransomware-Angriffe auf Unternehmen sind.
Sie nehmen deshalb immer weiter von der Spray-and-Pray-Methode Abstand,
organisieren sich und ihre Operationen globaler und erzielen damit immer größere
Geldsummen.
Vermehrte Angriffe auf SMB-Protokoll
Dass alte Schwachstellen großen Schaden verursachen, ist bekannt und wird sich
in 2020 nicht ändern. Angreifer bemühen sich, die Entwicklung von Exploits zu
verstärken, die Schwachstellen im Microsoft Server Message Block (SMB)-Protokoll
ausnutzen. Und aller Voraussicht nach werden sie großen Erfolg damit haben.
Ransomware wie Ryuk ermöglicht es, dass sich ein Angriff auf nur ein einzelnes
infiziertes Gerät schnell im gesamten Unternehmen verbreitet. Dies deutet darauf
hin, dass Exploits, die bei den Ransomware-Angriffen von 2017 verwendet wurden,
weiterhin die Millionen von noch nicht gepatchten Endpunkten ins Visier nehmen
werden.
Der Iran wird aktiver
Iranische Cyber-Kriminelle haben in den letzten Jahren einige der
zerstörerischsten Angriffe verübt. Die Erkenntnisse aus 2019 deuten darauf hin,
dass sich aus dem Iran organisierte Cyber-Gruppierungen im kommenden Jahr
verstärkt auf destruktive Cyberangriffe konzentrieren und schon jetzt die
Grundlagen dafür legen. Bloße Cyberspionage und das Sammeln von Informationen
treten in den Hintergrund. Iranische Cyber-Kriminelle nutzen fortschrittliche
Fähigkeiten und Techniken, zu denen auch die Entwicklung destruktiver Malware
gehört. Regierungen auf der ganzen Welt könnten somit in das Visier destruktiver
und folgenschwerer Aktionen geraten, die von aus dem Iran koordinierte
Hacker-Gruppen verübt werden.
Balkanisierung des Internets zum Schutz nationaler Interessen und
Infrastrukturen
Die Balkanisierung des Internets wird aufgrund technologischer, politischer,
wirtschaftlicher und nationaler Agenden weiter fortgesetzt. Sie bezieht sich auf
die Segmentierung eines globalen offenen Internets in mehrere kleinere Bereiche,
die meist an geopolitischen Grenzen ausgerichtet sind. Im Jahr 2020 werden
Regierungen – wie China, Russland oder der Iran – weitere Anstrengungen
unternehmen, um das Internet in ihrem Sinne für sich zu nutzen. Eine stärkere
Nutzung der Technologiebereiche zum Schutz nationaler Interessen und
Infrastrukturen wird zu beobachten sein. In dem Zusammenhang ist auch die
vierjährige Teilnahmesperre russischer Athleten bei internationalen Wettbewerben
wie den Olympischen Spielen in Tokio 2020 interessant. Von Russland organisierte
Angreifer werden darauf höchstwahrscheinlich mit gezielten Cyber-Operationen
reagieren.
Grenzen zwischen staatlichen Angriffen und eCrime-Aktionen verschwimmen
Seit mehreren Jahren verschwimmen die Grenzen zwischen nationalstaatlichen und
eCrime-Akteuren. Dieser Trend verschärft sich zusehends. Das liegt nicht nur
daran, dass die eCrime-Akteure immer anspruchsvoller werden, sondern auch daran,
dass staatlich geförderte, gut ausgebildete Gegner dazu übergehen, ganz bewusst
weniger fortgeschrittene Techniken und Taktiken zu verwenden, um eine Zuordnung
ihrer Aktivitäten zu erschweren.
Unabhängig davon, ob es sich um nationalstaatliche Angreifer, eCrime-Akteure
oder Hacktivisten handelt: Die beste Verteidigung für Unternehmen ist es,
fortschrittliche Cybersecurity-Lösungen der nächsten Generation einzusetzen, die
auf Endpunkterkennung und -reaktion (EDR), Managed Threat Hunting, Next
Generation AV (inkl. Verhaltensanalyse und maschinellem Lernen) sowie
automatisierte Threat Intelligence setzen. Eine solche Lösung bietet
beispielsweise die CrowdStrike Falcon-Plattform. Tools, die diese
Funktionalitäten abdecken, sind der Schlüssel zu mehr Transparenz und Kontext,
um kritische und ergebnisorientierte Kennzahlen zu erfüllen und den Wettlauf
selbst gegen die anspruchsvollsten Gegner zu gewinnen.
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