Beate Voskamp (MEDIATOR GmbH) hält Vortrag auf der Fachtagung „Architekten und Juristen im Dialog“

Berlin, 14. April 2015. Auf der Fachtagung „Architekten und Juristen im Dialog“ tritt Beate Voskamp, Mediatorin, Freie Landschaftsarchitektin und Geschäftsführerin der MEDIATOR GmbH als Referentin auf. Die Veranstaltung mit dem diesjährigen Thema „Bauen statt streiten – Schlichten statt richten“ findet am 20.04.2015 in der Bayerischen Architektenkammer in München statt. Ziel der gemeinsamen Veranstaltung von Architekten und Juristen ist es, mittels Vorträgen und Diskussionen herauszuarbeiten, wie mediativ angelegte Verfahren der Konfliktbearbeitung sich noch besser als bisher in der Planungs- und Baupraxis etablieren können.
Planungs- und Bauprozesse sind komplex. Dass dabei Konflikte auftreten, ist nahezu alltäglich. Von zentraler Bedeutung für den Fortschritt eines Planungs- und Bauprojektes ist folglich die Frage, wie mit diesen Konflikten umgegangen wird. Schließlich geht es in der Regel um viel Geld, wertvolle Zeit und letztlich auch um die Gestaltung langfristiger Beziehungen. Nicht selten nehmen lange und schwere Auseinandersetzungen für Unternehmen existenzgefährdenden Charakter an. In der Regel schalten die Streitparteien zur Konfliktlösung Gerichte ein. Langwierige Verfahren und ein häufig nicht als gerecht empfundenes Urteil sind häufig das Ergebnis.
Alternative Konfliktregelungsverfahren wie die Mediation sind für viele Baubeteiligte immer noch mit Fragezeichen, Unsicherheiten und Misstrauen behaftet. „Architekten, die über kommunikative und mediative Kompetenzen verfügen, besitzen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, indem sie herausfordernde Situationen erkennen und frühzeitig kompetent eingreifen können. Für viele Projekte kann dies ein zentraler Erfolgsfaktor zum Gelingen eines Vorhabens darstellen. Zudem kann dies einen wichtigen Beitrag zur Baukultur generell leisten, da es dabei auch um die Art und Weise des Umgangs miteinander gehen muss“, erklärt die Landschaftsarchitektin. „So ist es schon zu Beginn eines Bauprojekts wichtig, alle Beteiligten auf die gemeinsame Reise mitzunehmen und innerhalb eines strukturierten Prozesses das gegenseitige Verstehen und Verstanden-werden der verschiedenen Beteiligten sicherzustellen, damit die jeweiligen Interessen und Bedürfnisse sichtbar gemacht und adäquat in die jeweils anstehende Lösungssuche einbezogen werden können. Dies gilt sowohl für das WIE der Verfahrensebene – WIE können alle Akteure, Beteiligten und Betroffenen gut zusammenarbeiten? – als auch für das WAS der inhaltlichen Ebene – WAS soll inhaltlich konkret bearbeitet, gestaltet, verändert werden?“, so Voskamp weiter.

In ihrem Vortrag „Mediation im Bauwesen: Potenziale – Heraus¬forderungen – Praxisbeispiele“ geht die Expertin u.a. auf die Erweiterung von Handlungsspielräumen durch den Einsatz von kommunikativen und mediativer Kompetenzen ein und veranschaulicht anhand praktischer Beispiele konkrete Einsatzmöglichkeiten. In der abschließenden Podiumsrunde legt sie den Schwerpunkt auf die Diskussion und Erörterung möglicher Ansätze, wie die positiven Potenziale von Mediation im Planungs- und Baubereich noch breiter nutzbar gemacht und in ihrer Wirksamkeit gestärkt werden können.

Die Fachtagung richtet sich an Bauherren, Projektleiter, an Verantwortliche im Qualitätsmanagement, an Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten sowie an Rechtsanwälte und wird in Kooperation mit der Rechtsanwaltskammer München veranstaltet. Interessierte finden weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung unter nachfolgendem Link: http://www.byak.de/start/akademie-fur-fort-und-weiterbildung/recht/15104-bauen-statt-streiten-schlichten-statt-richten-architekten-und-juristen-im-dialog.