
Über das Geschäft mit dem Ableben wird zumeist pietätvoll das Mäntelchen des Schweigens gedeckt. Dabei werden bei diesem Geschäft jährlich Milliarden Euros umgesetzt. bbw Marketing hat nun neben Interviews von Entscheidungsträgern in Bestattungsunternehmen in Kooperation mit valido eine repräsentative Bevölkerungs-Befragung von 1.000 Personen zu diesem Thema durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einer umfangreichen Studie festgehalten.
Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) ist der Meinung, dass sich die Gesellschaft mit dem Thema zu wenig befasst. Das heißt, den konkreten, individuellen Erfahrungen der einzelnen Menschen steht eine weitgehende Sprachlosigkeit innerhalb der Gesellschaft gegenüber. Notwendig ist daher die gesellschaftliche Auseinandersetzung zum Thema Sterben und Tod, an dem sich die Verantwortlichen aus Politik, Gesundheitssystem und die allgemeine Bevölkerung beteiligen. Auf der anderen Seite ist der Tod nur für eine Minderheit (17 %) ein Tabuthema, über das man nicht gerne spricht.
Aber Tabuthema hin und Tabuthema her, das Sterben ist ein Geschäft, bei dem es um Milliardenumsätze geht. Rund 870.000 Menschen starben vergangenes Jahr in Deutschland. Tendenz steigend, dank des demografischen Wandels dürften in 10 Jahren jährlich fast 1 Million Menschen beerdigt werden. Und die Liste der Gruppierungen und Institutionen, die vom Ableben der Menschen profitieren ist lang. Das fängt schon bei der privaten Hinterbliebenenvorsorge an, geht über die Bestattungsbranche bis zu Immobilienmaklern. Im vergangenen Jahr erzielten die Lebensversicherungen nach GDV-Angaben Beitragseinnahmen von 84,1 Milliarden Euro, davon entfielen nach eigenen Berechnungen mindestens zwei Drittel auf Versicherungen mit Todesfallschutz.
Vom (Ab)Leben ihrer Bürger profitieren aber auch die Kommunen und Bundesländern. Die Friedhofsgebühren steigen scheinbar unaufhaltsam. Die Einnahmequelle Erbschaftsteuer wird auch ohne eventuell politisch motivierte Erhöhungen bis 2020 von aktuell 4,3 Milliarden Euro auf rund 5 Milliarden Euro pro Jahr kräftig sprudeln. Die Erbschaftsbeträge werden von den Erben nicht nur gespart, sondern etwa 80 Milliarden Euro stehen jährlich zur Disposition.
Doch nicht für alle Teilnehmer des „Marktes“ sind die Zukunftsaussichten gut. Das Bestattungsgewerbe hat mit den kostengünstigeren Feuerbestattungen zu kämpfen. deren Anteil beträgt aktuell 51 Prozent. Vor fünf Jahren erzielt die Branche noch einen Umsatz von 2 Milliarden Euro, im vergangenen Jahr waren es nach der bbw-Marktstudie noch gut 1,7 Milliarden Euro.
Insgesamt gesehen beziffert bbw Marketing den Bestattungsmarkt mit Gastronomie u.a. auf 5,2 Mrd. , den Hinterbliebenenmarkt auf 4,9 Mrd. und den Erbschaftsmarkt auf sage und schreibe 438 Mrd. .
Die bbw Analyse Wirtschaftsfaktor (Ab)Leben 2013 mit den knapp 300 Seiten beschäftigt sich erstmals mit diesem nicht so häufig diskutierten Thema. Diese Studie ist zu beziehen bei: bbw Marketing Dr. Vossen & Partner, Liebigstraße 23, D-41464 Neuss, Fon: 02131.2989722, Fax: 02131.2989721, mail: bbwmarketing@email.de. Weitere Informationen zu den Finanzstudien finden Sie unter: www. bbwmarketing.de
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