Bayernpartei: Strafzinsen bei Tagesgeld – ein alarmierendes Signal

Nun ist es also passiert. Die erste Bank, die Volksbank
Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck, verlangt Strafzinsen bei Neukunden bei der
Anlage von Tagesgeld. Ab dem ersten Euro. Hieß es bisher immer, das trifft nur,
wenn überhaupt, Kunden mit großen Vermögen, so findet in der Branche offenbar
gerade ein Umdenken statt. Nicht wenige sehen in der Maßnahme einen Dammbruch
und erwarten einen Dominoeffekt.

Prompt trat Finanzminister Scholz mit beruhigenden Worten auf den Plan, dies sei
„kein Massenphänomen“. Denn auch Scholz dürfte eines klar sein, die Stabilität
einer Währung wie dem Euro hängt in allererster Linie vom Vertrauen der Bürger
ab. Allerdings hat – nach einer kürzlich bekanntgewordenen Allensbach-Umfrage –
gerade das Vertrauen in Regierung und Politik drastisch abgenommen. Das Institut
spricht hier von einem erdrutschartigen Verfall. Es ist extrem zweifelhaft, ob
eine beruhigende Aussage wie „die Spareinlagen sind sicher“, die 2008 Kanzlerin
Merkel und der damalige Finanzminister Steinbrück ohne echte Grundlage trafen,
heute noch einmal funktionieren würde.

Für die Bayernpartei sind das alarmierende Anzeichen. Die Begründung durch den
Landesvorsitzenden, Florian Weber: „Das ganze Euro-System ist doch ein
Kartenhaus. Eines das man immer höher und noch höher gebaut hat in der Hoffnung,
es wird schon kein Windstoß kommen. Aber der Wind zieht gerade auf.

Mit der aufgeblähten Geldmenge, den Zombie-Banken in Süd-Europa, der extremen
Verschuldung zusammen mit dem drohenden Vertrauensverlust fürchte ich, dass es
bei der nächsten Störung zu einem regelrechten Abwärtsstrudel kommt. Ein
Strudel, der den Euro zerreißen wird und die EU zerreißen kann. Und Berlin und
Brüssel verteilen Beruhigungspillen und hoffen auf ein Wunder.“

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