Bald ein Event für den ganzen Norden?
Zufriedene Gesichter, anregende Diskussionen und noch größere Pläne. Der 3. Recruiting Stammtisch am Donnerstagabend war ein voller Erfolg. In der Schweriner Mueßer Bucht trafen sich 100 lokale und überregionale Unternehmer und Personal-Experten. Ihr Anliegen: Losgelöst von der Politik über den Fachkräftemangel im Bundesland diskutieren und gemeinsam Lösungen erörtern.
„Ich habe den Mangel gespürt“
„Ich habe diesen Mangel im vergangenen sehr gespürt. Es ist schwierig geworden, Nachwuchs zu finden“, sagt Dr. Sebastian Werner. Der Unternehmer betreibt mit seiner Firma Hygcen eines der größten Testlabore im Bundesland. „Ich will mich austauschen und Ideen sammeln“, erklärt Werner weiter. Sein großer Wunsch: Mehr politische und gesellschaftlich Aufmerksamkeit für dieses Thema.
Starken Unternehmensmarken vor Ort
Zumindest an Ideen und Austausch sollte es nicht mangeln. Experten aus den Firmen EGGER Holzwerkstoffe, der BRINCKMANN-Gruppe und von der ECOVIS referierten zum Thema „Employer Branding“ und gaben Einblicke in die firmeninterne Nachwuchsarbeit. Diskutiert wurden Budgets für die Azubi-Akquise, Benefits für Mitarbeiter und Kanäle für die ideale Firmenpräsentation.
Der Andrang hat sich verdreifacht
Im Publikum und auf der Gästeliste befanden sich mit Vertretern der Nordex, Palmberg, Liebherr oder der Ostseesparkasse Rostock die starken Unternehmensmarken Mecklenburg-Vorpommerns. Aber auch mittelständische Unternehmen aus Handwerk, Gastronomie und Hotellerie suchten beim Netzwerken nach Ergänzungen für die firmeneigenen Strategien. Sogar aus dem großen Hamburg waren Firmen angereist.
Auch Veranstalter Kevin Friedersdorf war zufrieden. Der Schweriner Agenturgründer hatte mit seinen Recruiting-Spezialisten das Event im vergangenen Sommer gegründet und es bis zum Donnerstagabend beständig ausgebaut. Vom ersten bis zum dritten Event hat sich der Gästeandrang mehr als verdreifacht.
„Kein Stammtisch mehr?“
„Ein Stammtisch ist es mit 100 Gästen ja strenggenommen nicht mehr. Wir müssen uns wohl einen anderen Namen ausdenken“, sagt Friedersdorf. Das rasante Wachstum begrüßt er trotz der zusätzlichen Herausforderung im turbulenten Agenturleben: „Der Andrang verdeutlicht, wie viele Unternehmen an Lösungen interessiert sind. Immer mehr Firmen werden aktiv. Und beim Recruiting-Stammtisch helfen sie sich gegenseitig.“