
Die AWF – Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Fertigung – feiert dieses Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Das Unternehmen, das als Tochtergesellschaft der Abels & Kemmner GmbH seit 2015 im Technologiepark Herzogenrath bei Aachen seinen Sitz hat, bietet Fachtagungen, Seminare und Inhouse-Trainings rund um das Thema Fertigung, Disposition und Supply Chain Management sowie Shopfloor Management an. Zudem betreut die AWF derzeit 13 Arbeitsgemeinschaften, in denen über 160 Firmen zu unterschiedlichen Themen einen nachhaltigen Erfahrungsaustausch rund um das Thema wirtschaftliche Fertigung und Materiallogistik praktizieren und die aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland kommen.
Der Bürgermeister der Stadt Herzogenrath, Christoph von den Driesch, gratulierte ganz herzlich zum 100 jährigen Bestehen. Er betonte dabei die Bedeutung eines solchen Jubiläums. „Nur ganz wenige Unternehmen schaffen ein hundertjähriges Bestehen. Einen solch langen Atem zu haben über Generationen hinweg zeugt sowohl von einem höchst nachhaltigen Leistungsgegenstand als auch einer herausragenden Führung. Wir wünschen Ihnen sehr, dass Sie dieses Erbe noch viele Jahre fortführen können.“
„Dass wir am Wirtschaftsstandort Technologiepark Herzogenrath einem Unternehmen zum 100-jährigen Bestehen gratulieren können, kommt nicht allzu oft vor“, ergänzt Michael Eßers, Geschäftsführer der Technologie-Park Herzogenrath GmbH, und freut sich auf die nächsten Jahre der Zusammenarbeit.
Thomas Schöppler, Geschäftsführer der AWF GmbH, sieht optimistisch in die Zukunft des Servicedienstleisters: „Die AWF soll auch die nächsten 100 Jahre die Vitalität und Leistungsfähigkeit von Unternehmen fördern und nachhaltig sichern. Hierzu sind Arbeitsgemeinschaften, die auf den langfristigen Erfahrungsaustausch angelegt sind, die beste Grundlage. In ihnen ist es möglich, die drängenden Herausforderungen der Praxis mit Gleichgesinnten zu erörtern und Teilnehmern damit die Chance zu bieten, nachhaltige Lösungen zu finden und den fachlichen Horizont zu erweitern. In der AWF arbeiten wir dabei selbstverständlich mit hochqualifizierten fachlichen Leitern und Referenten zusammen, um die Leistungsfähigkeit der Arbeitskreise sowie der Seminare auf höchstem Niveau zu halten.“
Gegründet wurde der AWF noch während des Ersten Weltkrieges, am 23.02.1918, als ‚Ausschuss für Herstellungsfragen‘ von Vertretern des Reichswirtschaftsamtes, des Kriegsamtes, des Reichsmarineamtes, der Industrie und industrieller Verbände. Ziel des AWF waren die Untersuchung, Aufklärung, Sammlung und Austausch von Erfahrungen auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Fertigung. Heute ist der damalige Verein ein Servicedienstleister für den überbetrieblichen Erfahrungsaustausch zu Fragen der wirtschaftlichen Fertigung. Bevor der AWF sein heutiges Dienstleistungsportfolio entwickeln konnte, wechselte die Zuordnung und Zuständigkeit des AWF im Laufe seiner Geschichte mehrfach. Er war z.B. selbst Ausschuss des ‚Reichs-Kuratoriums für Wirtschaftlichkeit‘ (RKW), das als Dachorganisation die Arbeit einer Reihe selbständiger Körperschaften koordinierte. Der AWF bestand wiederum aus diversen Arbeits- oder Unterausschüssen, z.B. aus dem Unterausschuss für Getriebetechnik, der die AWF Getriebeblätter erstellte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der AWF neu gegründet und setzte seine Arbeit als selbständiger Verein in enger Zusammenarbeit mit dem RKW, dem VDI und anderer Institutionen fort. Die ersten zehn Jahre des ‚neuen‘ AWF standen ganz im Dienst der Produktionsplanung und Steuerung mit seinem jährlich stattfindenden PPS-Kongress, ehe in den achtziger Jahren zahlreiche neue Fragen zur „Wirtschaftlichen Fertigung“ hinzukamen.
Interessierte finden auf der Webseite der AWF sowohl einen noch tieferen Einblick in die Historie, als auch in die für 2018 anstehenden Veranstaltungen: www.awf.de