AutoID-Industrieverband AIM-D e.V. bietet erste Workshops zur Umsetzung des EU-Rahmenwerkes für die RFID-Datenschutzfolgeabschätzung an

Lampertheim, 29. April 2011 – AIM, der führende Industrieverband für Technologien der
Automatischen Identifikation (AutoID), Datenerfassung und Mobilen Datenkommunikation,
bietet erstmals PIA-Workshops für Hersteller von RFID-Technologie an. Die Ende Juni
2011 beginnenden Veranstaltungen geben AutoID-Anbietern einen umfassenden
Überblick über die Anforderungen des neuen PIA Frameworks zur RFID-
Datenschutzfolgeabschätzung und versetzen sie in die Lage, ihre Kunden aus den
verschiedensten Branchen mit den aktuellen Rahmenbedingungen für den RFID-Einsatz
vertraut zu machen. Der Workshop vermittelt den Teilnehmern dabei den europäischen
PIA-Prozess, das PIA-Rahmenwerk und seine Umsetzung. Damit kommt AIM den
Forderungen des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission nach, über
den Datenschutz die informationelle Selbstbestimmung der Bürger zu sichern. Deswegen
hat AIM die Entwicklung des europäischen Rahmenwerks für
Datenschutzfolgeabschätzungen (englisch: PIA Framework, „Privacy Impact Assessment“)
unterstützt und dies am 6. April 2011 in Brüssel zusammen mit Neelie Kroes, der EU-
Kommissarin für die Informationsgesellschaft, und weiteren Industrievertretern
unterzeichnet. Einzelheiten zum PIA-Workshop werden auf der AIM-Homepage
veröffentlich: http://www.aim-d.de/. Die ersten Termine sind nur für AIM-
Mitgliedsunternehmen und ihre Kunden bestimmt.

AIM führt die PIA-Workshops in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Sicherheit in
der Informationstechnik (BSI) durch. Die „Technische Richtlinie für den sicheren RFID-
Einsatz“ des BSI („Technical Guideline for the Secure Use of RFID (TG RFID)) bietet RFID-
Betreibern in den verschiedenen Branchen eine verlässliche Vorlage für die detaillierte
Definition von Datenschutzmaßnahmen wie sie im PIA Framework gefordert werden. „Diese
innerhalb des verabschiedeten PIA-Rahmenwerks als Templates bezeichneten
Maßnahmendokumente sind anwendungsspezifische Erweiterungen des PIA Frameworks
und unterstützen die Betreiber von RFID-Anwendungen beim Einrichten sicherer und
datenschutzgerechter Systeme“, erläutert Harald Kelter vom Bundesamt für Sicherheit in
der Informationstechnik in Bonn. Aus diesem Grund ist die BSI-Richtlinie ein wichtiges
Modul im PIA-Workshop von AIM. Weiterhin arbeitet der AutoID-Industrieverband mit der
Professorin Dr. Sarah Spiekermann zusammen, Mitverfasserin des PIA Frameworks und
Direktorin des Instituts für BWL und Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität in
Wien.

„Die Unterstützung der Umsetzung des europäischen PIA-Rahmenwerks für
Datenschutzfolgeabschätzungen durch den Industrieverband AIM dient dazu, die RFID-
Anbieter unter den AIM-Mitgliedsunternehmen in den Stand zu versetzen, ihre Kunden
korrekt über die aktuellen Datenschutzanforderungen beim RFID-Einsatz zu informieren.
Aber auch die AutoID-Anwender sollen von uns neutral in Kenntnis gesetzt werden“,
erläutert Frithjof Walk, Vorstandsvorsitzender von AIM. „Wir sind überzeugt, dass alle diese
Unternehmen einen Marktvorteil erzielen werden, wenn sie so Mitverantwortung für die
Wahrnehmung des Datenschutzes demonstrieren.“

Dies sind die Schwerpunkte des halbtägigen PIA-Workshops von AIM:
– Einführung in den EU-Gesetzgebungsprozess zum RFID-Datenschutz und die Forderung
zur Selbstverpflichtung der Industrie
– Erläuterung von Inhalt und Anwendung des PIA-Rahmenwerks
– Vorstellung der technischen BSI-Richtlinie für den sicheren RFID-Einsatz und ihre
ergänzende Bedeutung für die RFID-Datenschutzfolgeabschätzung gemäß den EU-
Anforderungen
– Kurzer Ausblick auf den Trend zum Internet der Dinge und die zunehmende Bedeutung
des Datenschutzes in diesem Bereich

Der Informations-Flyer zum PIA-Workshop von AIM mit integriertem Anmeldeblatt wird in
Kürze auf der AIM-Homepage unter http://www.aim-d.de/ zur Verfügung gestellt.