Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, profitierten im 1. Halbjahr 2010 alle bedeutenden Branchen
der deutschen Exportwirtschaft vom Aufschwung der Exporte, die sich
gegenüber dem 1. Halbjahr 2009 um 17,1% auf 458,3 Milliarden Euro
erhöhten. Insbesondere die Ausfuhr von Kraftwagen und
Kraftwagenteilen legte mit + 40,8% auf 76,9 Milliarden Euro sehr
stark zu. Allerdings war dieser Wirtschaftsbereich im 1. Halbjahr
2009 mit einem Rückgang von 40,9% gegenüber dem 1. Halbjahr 2008 auch
besonders stark von dem Einbruch der Exporte im Krisenjahr 2009
betroffen.
Neben den Kraftwagen und Kraftwagenteilen sind im ersten Halbjahr
2010 auch die Exporte von chemischen Erzeugnissen (+ 24,9% auf 44,5
Milliarden Euro), Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und
optischen Erzeugnissen (+ 22,8% auf 36,8 Milliarden Euro) und
elektrischen Ausrüstungen (+ 21,2% auf 27,9 Milliarden Euro)
erheblich gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 gestiegen. Die Ausfuhr
von Maschinen entwickelte sich mit einem Wachstum von 6,8% auf 64,7
Milliarden Euro schwächer als die deutschen Ausfuhren insgesamt.
Die deutschen Einfuhren erhöhten sich im ersten Halbjahr 2010
gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 15,0% auf 383,6 Milliarden
Euro. Erheblich gestiegen sind dabei die Importe von
Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen (+
29,2% auf 41,1 Milliarden Euro), chemischen Erzeugnissen (+ 24,5% auf
29,5 Milliarden Euro) und Metallen (+ 39,8% auf 23,0 Milliarden
Euro). Die Importe von Erdöl und Erdgas (+ 14,1% auf 31,0 Milliarden
Euro) stiegen dagegen nicht so stark wie die deutschen Importe
insgesamt. Deutlich schwächer als das durchschnittliche Wachstum der
deutschen Einfuhren im 1. Halbjahr 2010 war die Zunahme der Einfuhren
von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 4,9% auf 32,7 Milliarden Euro)
und Maschinen (+ 7,9% auf 27,6 Milliarden Euro).
Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung
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