
Der T-Wert, der die Leistung der Schüler ermittelt, liegt bei dieser Gruppe zu Beginn der Förderung bei einem Wert von durchschnittlich 25,7 und ist damit weit unterdurchschnittlich. Im Laufe von drei Jahren im LOS gelingt es den Schülern, sich auf einen T-Wert von nahezu 40 hochzuarbeiten. Das sind etwa drei Noten. Zu allen Testzeitpunkten stellten die Wissenschaftler Lernfortschritte fest. Die Probleme der Kinder haben sich damit nicht in Luft aufgelöst, aber die LOS-Methode hilft ihnen, sie Schritt für Schritt zu mildern. Ein Vergleich der LOS-Schüler, die zu Beginn sehr schwache Ausgangsleistungen aufwiesen, mit der Vergleichsgruppe, die konventionell gefördert wurde, zeigt: Nach 24 Monaten ist der ermittelte Lernerfolg bei 40,7 Prozent von der LOS-Schüler als sehr hoch zu bezeichnen. In der Vergleichsgruppe liegt dieser Wert bei nur 27,5 Prozent. Der Anteil der Schüler mit schwachen Anfangsleistungen, bei denen nach zwei Jahren hingegen kein Lernerfolg messbar ist, liegt in den LOS bei nur 7,9 Prozent. Bei konventioneller Förderung liegt ihr Anteil bei 32,0 Prozent.
Insgesamt lässt sich sagen, dass Kinder mit Legasthenie in besonderem Maße von der LOS-Methode profitieren, da diese auch auf eine Stärkung der phonologischen Bewusstheit und eine Verbesserung der Aufmerksamkeit abzielt. Eine Methode, die Legastheniker individuell fördert und sie durch den Aufbau von Rechtschreibroutinen unterstützt, ist also durchaus in der Lage, deren Leistungen zu verbessern. Weil sich die Verbesserungen auch in den Schulnoten niederschlagen, wirken sie sich wiederum positiv auf den weiteren Lernerfolg aus. Denn die LOS-Studie II hat auch gezeigt: Je größer die Motivation ist, desto größer ist auch der Lernzuwachs.
Die detaillierten Ergebnisse der LOS-Studie sind unter der untenstehenden Adresse zu finden. Für Interviews stehen die an der Studie beteiligten Wissenschaftler sowie Jürgen Schreier und Gisela Bohr vom LOS-Verbund zur Verfügung.
www.los-studie.de
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