Arbeiten am Stadthafen ‚Marina‘ in Teltow gehen gut voran.

Gerade konnten sowohl Bürger als auch Fachpresse die Baustelle für Teltows Vorzeigeprojekt besuchen und sich vor Ort ein Bild von dessen Fortschritt machen. Unter fachkundiger Auskunft von Dipl.-Geol. Torsten Huntemann wurde über Schalöle, Polderanlagen und Schwarz-Weiß-Anlagen gesprochen. Den Beitrag für das regionale Fernsehen finden Sie hier: http://www.teltowkanal.de/nachrichten/168/Es_geht_voran_Marina_Baustellenbesichtigung.html.

Zu DDR-Zeiten produzierten die VEB Betonwerke Teltow unter anderem Teile für die Berliner Mauer. Dabei wurden Schalöle verwendet. Die 55 000 Kubikmeter Erde, die für das Hafenbecken und die benötigten Verkehrsanlagen bewegt werden müssen, sind z.T. mit diesen Ölen kontaminiert. Das kann man sehen und auch riechen! Der ausgehobene, zum Teil schlammige Boden wird zurzeit auf Polderanlagen entwässert und in die verschiedenen Abfallarten, insbesondere kontaminiert und nicht kontaminiert getrennt. Das Wasser wird über eine Reinigungsanlage gefiltert und danach in den nahegelegenen Teltowkanal geleitet. Aufgrund der vorliegenden Bodenbelastung ist die Baustelle in Schwarz- und Weißbereich getrennt. Der Schwarzbereich mit den belasteten Materialien wird dabei ganz strikt vom unbelasteten, dem Weißbereich, getrennt. Nach der Entwässerung des Aushubmaterials wird diese abfallrechtlich eingestuft und je nach Qualität einer Verwertung / Entsorgung zugeführt. Verbleibende Bodenkontaminationen werden mit einer Dichtwand und einer Oberflächenabdichtung gesichert. Die Gesamtkosten werden voraussichtlich 10 Mio. Euro betragen. Die Arbeiten sind aktuell im Zeitplan, so dass mit Beginn der Saison 2017 die 30 Liegeplätze für Sportboote und ein schöner und barrierefrei zugänglicher Ort für die Teltower Bürger und Besucher zur Verfügung stehen wird. Weitere Informationen inkl. Webcam unter marinateltow.de.