Der Vorstandsvorsitzende der ARAG SE, Dr. Dr.
h. c. Paul-Otto Faßbender, hat den Aufsichtsrat des Unternehmens
darüber informiert, dass er seinen zum 3. Juli 2020 auslaufenden
Vertrag nicht verlängern möchte. Der Aufsichtsrat ist diesem Wunsch
nachgekommen und hat zugleich die Weichen für eine personelle
Neuordnung des Vorstandsgremiums gestellt. Das Kontrollgremium hat
beschlossen, dass es keine Nachfolge im Vorstandsvorsitz der ARAG SE
geben wird. Künftig wird ein Sprecher des Vorstandes die Arbeit des
Vorstandsteams moderieren. Der Aufsichtsrat hat Dr. Renko Dirksen
(42) mit dieser Aufgabe mit Wirkung zum 4. Juli 2020 betraut.
„Nach genau 20 Jahren an der Spitze der ARAG wird es Zeit, sich
aus der operativen Führung des Unternehmens zurückzuziehen“,
erläuterte Dr. Paul-Otto Faßbender seine Entscheidung bei der
Bilanzvorlage des ARAG Konzerns. Sein Entschluss werde ihm durch die
sehr positive Entwicklung des Konzerns in den vergangenen Jahren
erheblich erleichtert, betonte der 74-jährige Unternehmer. „Ich weiß
die operative Führung beim künftigen Vorstand in guten Händen.“
Nun gehe es darum, die erfolgreiche Arbeit des sehr gut
eingespielten Vorstandsteams mit großer Kontinuität fortzuentwickeln.
Nach der Einschätzung des Aufsichtsrates ist der Vorstand der ARAG SE
mit starken Persönlichkeiten in den Ressortleitungen sehr gut
besetzt. Er ist daher der Ãœberzeugung, dass ein Vorstandssprecher die
besten Voraussetzungen bietet, die jeweiligen Stärken der
Vorstandsmitglieder zur Entfaltung zu bringen. Der Aufsichtsrat hat
daher Dr. Renko Dirksen zum Vorstandssprecher der ARAG SE berufen. Er
wird diese Aufgabe mit dem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium von
Dr. Paul-Otto Faßbender im kommenden Jahr übernehmen.
Dr. Renko Dirksen arbeitet seit 2005 im Unternehmen. Seit 2015
gehört er dem Vorstand der ARAG SE an und leitet das Ressort
Kapitalanlagen/Konzernentwicklung/Betriebsorganisation.
„Ich freue mich sehr, dass Dr. Renko Dirksen diese neue Aufgabe
übernehmen wird. Er und der gesamte Vorstand der ARAG SE genießen
mein vollstes Vertrauen. Als Vorstandsvorsitzender der ARAG Holding
SE und natürlich vor allem als Mehrheitsaktionär der ARAG bleibe ich
dem Unternehmen weiterhin erhalten“, stellte Dr. Paul-Otto Faßbender
fest. Einen Wechsel in den Aufsichtsrat der ARAG SE schloss er nicht
aus.
Die Personalveränderungen finden vor dem Hintergrund eines
weiterhin äußerst positiven Geschäftsverlaufs beim ARAG Konzern
statt. Dies hat die Bilanzvorlage durch den Konzernvorstand am 29.Mai
2019 im Düsseldorfer ARAG Tower klar unterstrichen.
ARAG Konzern überzeugt auch in 2018 mit deutlichem Wachstum und
guten Erträgen
Der ARAG Konzern hat in 2018 seine gebuchten Bruttobeiträge um
weitere 4,3 Prozent auf 1,65 Milliarden EUR ausgebaut. Die
Konzern-Gesamtleistung – inklusive der Umsätze der
Dienstleistungsgesellschaften – belief sich damit auf 1,68 Milliarden
EUR. Das Rechtsschutzgeschäft, die größte Einzelsparte und stärkster
Wachstumsmotor des Konzerns, passierte in 2018 einen bedeutenden
Meilenstein: Die Beiträge wuchsen mit 7 Prozent auf über eine
Milliarde EUR (1.004,3 Millionen EUR; Vorjahr: 938,8 Millionen EUR).
Das versicherungstechnische Ergebnis legte um mehr als ein Drittel zu
und stieg auf 97,4 Millionen EUR – ein neuer Spitzenwert im
Zehnjahresvergleich. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag
mit 70,2 Millionen EUR weiterhin auf gutem Niveau.
Das deutsche Versicherungsgeschäft des ARAG Konzerns wuchs um 4,1
Prozent auf 981 Millionen EUR. Es liegt damit erneut klar über dem
Marktdurchschnitt (2,6 Prozent). Der Kundenbestand in Deutschland ist
dabei um weitere 3 Prozent ausgebaut worden. Im deutschen
Rechtsschutzgeschäft stiegen die Beitragseinnahmen im selbst
abgeschlossenen Geschäft noch einmal stärker als im Vorjahr. Sie
legten um gut 7 Prozent von 349,2 Millionen EUR auf 379,5 Millionen
EUR zu. Das Kompositsegment konnte im Berichtsjahr seine gute
Wachstumsentwicklung nicht fortsetzen. Ursache hierfür war die
unternehmerische Entscheidung, Großverträge aus dem
Schutzbriefgeschäft der spanischen Niederlassung nicht fortzuführen.
Entsprechend verringerten sich die gesamten Bruttobeitragseinnahmen
des Segments von 281,0 Millionen EUR um 1,9 Prozent auf 275,7
Millionen EUR. Auf dem anspruchsvollen deutschen Markt legte das
Kompositversicherungsgeschäft mit 1,3 Prozent zu und erzielte
Bruttobeitragseinnahmen von 209,6 Millionen EUR (Vorjahr: 206,8
Millionen EUR). Auch das Krankenversicherungssegment der ARAG bleibt
auf Erfolgsspur und baute die Beitragseinnahmen um weitere 2,4
Prozent auf 373,7 Millionen EUR aus (Vorjahr: 365,1 Millionen EUR).
Im strategisch besonders wichtigen internationalen
Versicherungsgeschäft steigerte die ARAG ihre Beitragseinnahmen um
4,7 Prozent auf 672,6 Millionen EUR (Vorjahr: 642,2 Millionen EUR).
Die Combined Ratio des Konzerns blieb weiterhin rückläufig und
verbesserte sich leicht von 89,9 Prozent auf 88,6 Prozent. An die
Kunden wurden in 2018 insgesamt Leistungen von 870,0 Millionen EUR
ausbezahlt (Vorjahr: 854,0 Millionen EUR). Die Konzern-Schadenquote
sank auf 53,1 Prozent (Vorjahr: 54,4 Prozent), die Kostenquote lag
mit 35,5 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres (35,6 Prozent). Der
Konzernjahresüberschuss verbesserte sich aufgrund geringerer
Steueraufwände um 25 Prozent von 27,8 Millionen auf 34,7 Millionen
EUR. Das Konzerneigenkapital ist von 461,4 Millionen EUR auf 488,4
Millionen EUR angestiegen.
Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2019
Auch in 2019 schreibt sich die erfolgreiche Entwicklung des ARAG
Konzerns fort. Im ersten Quartal hat der ARAG Konzern im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum seine Beitragseinnahmen um 5,8 Prozent auf 502
Millionen EUR gesteigert (Vorjahreszeitraum: 474 Millionen EUR). Auf
dem deutschen Markt legten die Beiträge um 5,5 Prozent zu. Das
heimische Rechtsschutzgeschäft hatte einen ebenfalls sehr guten
Auftakt und verbuchte Mehreinnahmen von 7 Prozent. Auch das
internationale Geschäft läuft weiter sehr gut. Auf den
Rechtsschutzmärkten außerhalb Deutschlands lag das Beitragswachstum
im ersten Quartal bei 8 Prozent. Ein wirklich sehr gutes
Auftaktquartal mit Werten klar über Plan gab es in Italien,
Skandinavien und den USA. „Unsere Erwartungen für 2019 sind gut. Wir
erwarten, dass der Konzern seinen spürbaren Wachstumskurs fortsetzen
und auch ertragsstark bleiben wird“, betonte der Vorstandsvorsitzende
Dr. Paul-Otto Faßbender. „Wir beherrschen unser Geschäft und haben
eine sehr genaue Vorstellung davon, wie wir diese Erfolgsstory
weiterschreiben werden. Dazu gehören die weitere
Internationalisierung des Unternehmens und die digitale
Transformation – um zwei aus meiner Sicht elementare Zukunftsthemen
zu nennen.“
Mit dem ARAG Smart Insurer Programm hat der Konzern in 2018 eine
neue Entwicklungsstufe in Angriff genommen. Mit dieser Initiative
führt die ARAG die große Fülle an digitalen Einzellösungen, die im
Konzern bereits erarbeitet wurden in einem gesamthaften
Handlungskonzept zusammen. Dabei haben alle ARAG Teams in einem klar
strukturierten Prozess 85 konkrete Maßnahmen zur Umsetzung des ARAG
Smart Insurer Programms gemeldet. Zum Jahreswechsel 2018/2019 hat der
Konzernvorstand in zwei Workshops die Maßnahmenplanungen aller Teams
– national wie international – gesichtet, bewertet und priorisiert.
Er hat dabei diese Maßnahmen auf sieben zentrale Handlungsfelder
verdichtet und einen operativen Bebauungsplan entworfen, mit dem das
Unternehmen deutlich kundenzentrierter ausgerichtet werden soll.
Entlastung, Bequemlichkeit und Schnelligkeit bei größtmöglicher
Transparenz für den Kunden sind die Schlüsselbegriffe, die das
Programm und die gesamte Entwicklungsarbeit prägen. Dafür investiert
die ARAG 80 Millionen EUR in den kommenden drei Jahren.
Druckfähige Fotos von Dr. Paul-Otto Faßbender und Dr. Renko
Dirksen erhalten Sie hier:
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Pressekontakt:
Klaus Heiermann
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