Ebenso rasant, wie sich Smartphones ausbreiten, wächst die Zahl der angebotenen Programme – und zwar nicht nur fürs iPhone, sondern auch fürs Blackberry oder das von Google für verschiedene Smartphones vertriebene Betriebssystem Android. Apps sind, von der Userseite aus gesehen, Lifestyle; aus der Sicht ihrer Entwickler sind sie Umsatzträger – und aus Sicht werbender Unternehmen eine weitere Plattform, um Zielgruppen zu erreichen.
Zunehmend bieten auch Unternehmen aus der Werbeartikelbranche ihren Kunden entsprechende Apps an: So ließ etwa micx-media aus Bielefeld im vergangenen Jahr eines seiner Hörbücher – die „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens – als App programmieren und in den App Store von Apple einstellen – ein knisterndes Kaminfeuer, das gleichzeitig den Bildschirmhintergrund bildete, inklusive. Die weihnachtliche Anwendung arbeitete sich nach Auskunft von micx-media innerhalb kurzer Zeit deutschlandweit an die Spitze der Kategorie Hörbücher im App Store vor.
Bei einer solchen Durchdringung bieten sich Werbungtreibenden natürlich beste Gelegenheiten, „anzudocken“ – etwa per Gutscheincode, der bei Erwerb eines Produktes eingelöst werden kann. Wichtig ist jedoch, dass eine App dem Empfänger einen gewissen Nutzen verspricht, und nicht nur Spielerei ist. „Die Wertigkeit und Originalität im Auftritt bestimmen den Erfolg eines Werbe- Apps “, meint Klaus Gänsel, Geschäftsführer von micx-media, und führt als Beispiel die beliebte Anwendung des Kundenbindungssystems Payback an: Mit Hilfe der Payback-App können Payback-Kunden Geschäfte in ihrer Nähe finden, in denen sich Punkte einlösen lassen; gleichzeitig speichert die Anwendung den persönlichen Punktestand und nennt die jeweils einlösbaren Prämien.
Das Unternehmen Crimex aus Osnabrück bietet entweder vorgefertigte Lösungen als App-Versionen an – etwa das Adgame „Torwandschießen“ – oder programmiert im Kundenauftrag neu. Die Responsewerte sprechen für sich. Crimex-Geschäftsführer Claus Roeting rechnet vor: „Ich hinterlege bei einer POS-Aktion 100.000 Codes für einen App-Download. Werden 20.000 heruntergeladen, habe ich eine Responsequote von 20%, was sehr hoch ist. Gleichzeitig zahle ich aber nur für die 20.000 Downloads.“