Nach der Einigung zwischen Pharmagroßhandel und
einem bedeutenden Insulinhersteller fordern die deutschen Apotheker
von den Großhandelskonzernen und der Industrie auch in Zukunft
schnellere Entscheidungen zugunsten der Versicherten. Der Großhandel
muss zu jeder Zeit seiner Verantwortung als vollsortierter Händler
nachkommen.
Nach Auffassung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände ist es unerträglich, dass pharmazeutische
Großhändler und Industrie ihre Vertrags- und Konditionenverhandlungen
auf dem Rücken von hunderttausenden chronisch Kranken austragen.
Zum Hintergrund: Die Pharmagroßhändler hatten die Lieferung von
Insulin eines großen Herstellers eingestellt. Bis Donnerstagabend
betrug die Lieferzeit zwischen der Rezepteinreichung für das
lebenswichtige Insulin bis zu vier Tage. Erst die massive Kritik von
vielen der 21.500 Apotheken führte zu einem Einlenken bei
Pharmagroßhandel und Hersteller.
Auch wenn der betroffene Hersteller mittlerweile mitteilte, dass
man sich mit den meisten Großhändlern geeinigt habe, fordert die
ABDA, dass sich Pharmagroßhandel und Hersteller in Zukunft ihrer
Verantwortung gegenüber Apotheken und Patienten in Zukunft konsequent
nachkommen – nicht zuletzt bei der Lieferung und Bevorratung mit
lebenswichtigen Arzneimitteln.
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