Anlässlich der Buchvorstellung „Big Tech muss weg“ des Autors Dr. Martin Andree

Anlässlich der Buchvorstellung „Big Tech muss weg“ des Autors Dr. Martin Andree
 

Im Rahmen der Buchveröffentlichung „Big Tech muss weg“, Themenseite abrufbar unter https://bigtechmussweg.de/ des Medienwissenschaftlers Dr. Martin Andree am 16. August 2023 wird der unter der genannten Internetadresse veröffentlichte Aufruf „Wir können Demokratie und Pluralismus retten – wenn wir uns nur trauen würden, gemeinsam ein kleines Stückchen digitale Revolution zu wagen“ zum Anlass genommen, auf das laufende Arbeitsgerichtsverfahren vor dem Arbeitsgericht Lissabon gegen den Google-Auftragnehmer, Subunternehmer, Kontraktor Teleperformance hinzuweisen, das ein Schlaglicht auf die Ausbeutung tausender Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter durch Google in Deutschland und der EU wirft. Die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter, die von Google euphemistisch als „erweiterte Belegschaft“ bezeichnet werden, sind in zahlreichen Positionen beschäftigt und machen mehr als ca. 51 – 55 % der Gesamtbelegschaft von Google aus.

Der Kläger macht gegen den Auftragnehmer von Google u.a. Ansprüche wegen ausstehender Gehaltszahlungen, nicht erfolgter Gehaltszahlungen aufgrund von Beförderungen, Verstoßes gegen den Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit, vorsätzlich gesundheitsgefährdender Praktiken und Diskriminierung geltend. Die Google Germany GmbH, für die der Kläger ausnahmslos nach deren Usancen und Weisungsbefugnissen angestellt war, die Google Ireland Ltd. als Aufsichtsgesellschaft für das Europageschäft der Google LLC sowie die Google Canada Corp. in ihrer Eigenschaft als Aufsichtsgesellschaft für die europäischen Vendors, d.h. die Auftragnehmer, Kontraktoren von Google, wurden von Anfang an schriftlich über die Verfahrensverstöße beim Auftragnehmer von Google informiert. Hierzu ist der Kläger aufgrund eines Einzelvertrags mit der Google LLC nach kalifornischem Recht unter Androhung von Vertragsstrafen verpflichtet.

Während Google seit geraumer Zeit große Befürchtungen hegt, als gemeinsamer Arbeitgeber mit seinen Leiharbeitsfirmen, den Contractors oder auch Vendors, eingestuft zu werden, ist die hier beklagte Teleperformance seit Jahren in zahlreiche Skandale um ausbeuterische Praktiken und die Missachtung selbst elementarster Arbeitnehmerrechte verwickelt. Die in der Schweiz ansässige und weltweit über 25 Millionen Mitglieder zählende globale Gewerkschaft UNI Global Union hat Teleperformance erst kürzlich als „nicht anständigen Arbeitgeber“ bezeichnet.

Ganz im Sinne des Andree‘schen Diktums „Big Tech muss weg“, d.h. die unrühmliche und gesellschaftsschädigende Dominanz der GAMAM-Unternehmen in der EU zurückzudrängen, „Demokratie und Pluralität“ zu retten, wird in diesem Kontext darauf hingewiesen, dass die Ausbeutung der „erweiterten Belegschaft“ von Google angesichts des anhängigen Arbeitsgerichtsverfahrens ebenso in den medialen Fokus gerückt werden müsste wie die zum Anlass genommene Buchveröffentlichung.

Das laufende Arbeitsgerichtsverfahren kann unter folgendem Link unterstützt werden.

https://www.gofundme.com/f/bitte-um-unterstutzung-gegen-ausbeutung

Weitere Materialien und Ressourcen sind verfügbar unter.

https://my.adminforge.de/s/rA5gSWmfm2qmfPp

Das oben genannte Repository wird regelmäßig aktualisiert.

Transparenzhinweis: Es bestand oder besteht keine Verbindung zu Herrn Dr. Martin Andree und / oder dem Campus Verlag, Frankfurt am Main.