
Wer eine Banklehre beginnt, kommt meist direkt von der Schule in den kaufmännischen Beruf. Die Auszubildenden der PSD Bank Westfalen-Lippe eG haben im zweiten Lehrjahr Gelegenheit, „über den Tellerrand des Bankgeschäftes hinauszublicken“ – und zwar bei einem einwöchigen Praktikum in einer sozialen Einrichtung. Bei diesem „Sozialpraktikum“ sammeln sie wertvolle Erfahrungen im verständnisvollen und sicheren Umgang mit Menschen und stärken damit ihre Sozialkompetenz. Da dies auch im täglichen Umgang mit den Bankkunden wichtig ist, werden die Auszubildenden für das Praktikum von ihrer Arbeit in der Bank freigestellt. Die Praktikumsstelle können sie frei wählen. Anna Mennemeyer nimmt diese Chance als erste Auszubildende wahr und engagiert sich eine Woche lang im Altenheim Friedrichsburg.
Trotz des kurzen Zeitraumes konnte Anna Mennemeyer während ihres Praktikums im Altenheim tatkräftig unterstützen. „Ich hatte schon am ersten Tag das Gefühl, eine große Hilfe zu sein“, so die Auszubildende. Sie spürt, wie Kollegen und Bewohner ihr zunehmendes Vertrauen schenken und immer verantwortungsvollere Aufgaben übertragen. Bereits am zweiten Tag darf sie in der Pflege mithelfen. „Die Arbeit in der Pflege ist eine echte Herausforderung.“, so Mennemeyer. „Sie fordert mich mehr als erwartet.“ Allerdings bekommt sie auch viel zurück. „Die Dankbarkeit der Bewohner spüre ich ganz deutlich, was ein tolles Gefühl ist.“, so die Auszubildende. „Zeit zu schenken bedeutet eben auch, selbst beschenkt zu werden.“ Am Ende der Woche verlässt Anna die Friedrichsburg mit schwerem Herzen und spannenden Erfahrungen. „Gerne wäre ich länger geblieben“, sagt sie abschließend. „Ich freue mich aber auch wieder auf die Arbeit in der Bank.“
Annas Praktikumstagebuch gibt es online unter www.psd-wl.de/sozialpraktikum.