Anlässlich der Konferenz der Europäischen
Kommission zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013
wurde heute die Website www.die-bessere-agrarpolitik.de
freigeschaltet. Erstellt wurde sie von der Stiftung EuroNatur in
Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
(AbL). Hier werden die Ergebnisse des Analyse- und
Diskussionsprozesses eines breiten Bündnisses von inzwischen 29
Verbänden aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zur
GAP-Reform dargestellt. Mit ihren Forderungen und Lösungsvorschlägen
zeigen die Verbände auf, wie eine zukunftsfähige nachhaltige
Landwirtschaft aussehen sollte.
„Die Agrarpolitik betrifft uns alle, denn sie wirkt in viele
Lebensbereiche hinein. Umso wichtiger ist es, dass die Öffentlichkeit
ein genaues Bild von den derzeitigen politischen Prozessen bekommt
und sich in die Debatte einbringen kann“, sagt Lutz Ribbe,
Agrarexperte und naturschutzpolitischer Direktor der Stiftung
EuroNatur. “ Auf unserer Website www.die-bessere-agrarpolitik.de
können sich Medienvertreter und interessierte Bürger über
Hintergründe zur europäischen Agrarpolitik informieren sowie Analysen
und neueste Entwicklungen im Reformprozess abrufen.“
Die jetzige EU-Agrarpolitik ist noch bis zum Jahr 2013
festgeschrieben. Doch schon heute werden die Karten für die Zeit
danach neu gemischt. Dass sich in der europäischen Agrarpolitik etwas
ändern muss, darüber sind sich weite Teile von Politik und
verschiedenen Interessenvertretern einig. Denn obwohl die GAP in den
vergangenen 20 Jahren mehrfach reformiert wurde, konnte sie auf die
drängenden Herausforderungen unserer Zeit, wie Erhalt der
Biodiversität oder Schutz von Klima und natürlichen Ressourcen sowie
artgerechte Tierhaltung, bisher keine wirksamen Antworten finden. Die
Weichen für die zukünftige Agrarpolitik werden bereits in diesem Jahr
gestellt. Noch im Herbst 2010 veröffentlicht die Europäische
Kommission ein Papier, in dem sie bereits Hinweise auf die mögliche
künftige Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik gibt. „Gerade im
internationalen Jahr der Biodiversität müssen wir uns die Frage
stellen, welche Strategien und Instrumente erfolgversprechend sind,
um die biologische Vielfalt in Kooperation mit den Landwirten zu
erhalten“, konstatiert Lutz Ribbe. „Ein besonderes Augenmerk muss
hierbei auf der künftigen Ausgestaltung der Landwirtschaftspolitik
liegen. Eine ökologische Neuausrichtung der Agrarpolitik ist dringend
erforderlich. Nur so können wir den neuen Herausforderungen wie
Artenschwund und Klimawandel wirksam begegnen.“
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