Die Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung oder Jung und Alt ist zudem mit vielen falschen Erwartungen behaftet. Man kann nicht einfach einen älteren Mitarbeiter und einen jüngeren Mitarbeiter in ein Büro „plazieren“ und sich selbst überlassen, so Overbeck, beiden Mitarbeitern muss im Vorfeld bewusst gemacht werden, was die jeweils andere Generation besser kann bzw. geleistet hat.“ Der Jüngere muss verstehen, welche Leistungen und Fähigkeiten die Älteren entwickelt haben – und das ohne Hilfen wie Google, Facebook, Wikipedia & Co. Und der Ältere muss erkennen, dass das Leben der Jüngeren von rasantem technologischem Wandel geprägt ist und sie sich täglich mit der kurzen Halbwertzeit ihres Wissens auseinandersetzen müssen.
Führungskräfte und Generationsexperten müssen deshalb im Vorfeld aufklären. Wenn niemand die Mehrgenerationen-Teams begleitet und entwickelt, besteht die Gefahr, dass Alt und Jung munter aneinander vorbei arbeiten. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung bedarf gegenseitigem Respekt und Wertschätzung und kann nicht nur über den Kopf abgearbeitet werden. Wenn die Chemie nicht stimmt, klappt es nicht – und Chemie lässt sich nicht in einem Weiterbildungsseminar lernen, stellt Overbeck klar.